Geschafft!!!!!!!!!!!!!!!!

Heute ist es soweit. Wir gehen. Für immer. Endgültig. Kein Zurück. Nicht mal für einen Urlaub. Kann ich mir nicht vorstellen.

Die letzten Wochen waren recht ereignisreich und ich schulde leider wieder den Reisebericht über die drei großen Kohs: Samui, Phangan und Tao. Es war wirklich sehr schön und wenn wir in Deutschland sind und nicht aus der Bude kommen, weil es zu kalt ist, dann kann ich das vielleicht noch nachschieben.

Das Umzugsunternehmen war letzten Dienstag hier und erwartungsgemäß waren sie um 15.00 Uhr fertig. Wir hatten ja schon alles gepackt. Wie immer sieht man seinen Siebensachen besorgt nach und hofft, dass alles unversehrt ankommen wird.

Letztes Wochenende waren wir in Bangkok, das sollte ich als ordentlicher Mensch auch noch hier in den Blog setzen, bevor er seine Tore schließt. Zumal das sicher der schönste Besuch in der Hauptstadt war!

Aber nun, im Hier und Jetzt, sitze ich am Küchentisch, Marc auf dem Sofa und wir gucken in unsere Computer. Wir sind erschöpft.

Die Mopeds mussten verkauft werden, das Projekt haben wir sträflich spät begonnen. Marcs Moped war schnell weg. Aber die wunderbare, einzigartig schöne, zuverlässige und von mir so geliebte GPX will niemand. Pah! Sie ist halt putzelig klein 🙂
Eine Freundin hat sie nun und da ist sie auch bedeutend besser aufgehoben, als bei Fremden.

Die Dame vom Condomanagement guckte mit mir über die Wohnung, quasi eine Vorabnahme und fragte, was wir mit dem Sofa machen würden. Das wollte ich nicht mal verkaufen, weil die Polsterung ja schon wieder völlig platt ist. Aber die Frau wollte sie sehr gerne haben, so kamen gestern ein paar Männer, Kambodschaner nehme ich an, die es raustrugen. Gleich danach wurde die Wohnung von den 4 Putzfrauen, die hier regieren, gestürmt und sauber gemacht. Die Fenster, das muss ich gestehen, hatten es echt nötig.

Ein Bekannter war heute dann da und hat alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war. Wäscheständer, den großen Ventilator, Lebensmittel, Putzmittel, alles, was halt am Ende immer noch da ist und auch Geld gekostet hat. Das freut mich, so ist alles gut untergebracht.

Wir sitzen jetzt hier und warten auf die Abnahme mit dem Vermieter. Bisher hat es noch niemand, den wir kennen, geschafft, seine Kaution wiederzubekommen, wir sind also gespannt. Das Wort Vertrag hat hier eine völlig andere Bedeutung 🙂

Draussen ruft der laute, verückte Vogel, dessen Name ich immer noch nicht kenne, und ruft ununterbrochen mit seiner durchdringenden Stimme. Den werde ich vermissen. Wirklich, seit Jahren nervt das Viech, weil es so laut ist, aber heute finde ich es schade, dass ich nicht mehr in die Bäume schauen werde, um zu sehen, wo er steckt. So fremd er sich anhört, so vertraut ist er mir geworden, vielleicht ein Sinnbild dafür, wie vertraut viele Aspekte dieses Landes geworden sind.

Seit Sonntag haben die Temperaturen stark anzogen, es ist mal wieder kaum auszuhalten. Natürlich hat es heute morgen kurz geregnet, die Luftfeuchtigkeit war ja relativ niedrig, das musste dringend geändert werden. Wir sind pitschenass.

Heute morgen haben wir das allerletzte Geld vom Konto geräumt, waren noch kurz auf der Post und mussten dringend, weil dies konnten wir ja vorher nicht wissen, noch 2 lilafarbene Polotshirts kaufen. Seufz. Das kam so überraschend wie Weihnachten, aber was solls. Ich werde heute Abend mit dem schwersten Handgepäck aller Zeiten heroisch den Flieger betreten und so tun, als wäre das alles normal so. Wir fliegen mit Thai Air, da kann ich allemal mit einem beherzten „Mai pen rai“ alle Probleme aus dem Wege räumen, in dem ich sie ignoriere. Man lernt ja.

Der Blick in den Wetterbericht war lustig. Die schlimmste Kältefront aller Zeiten wird das liebe Heimatland lahmlegen. Mir egal. Hauptsache, ich schwitze nicht. Marc und ich wollen am Samstag noch ein paar warme Sachen kaufen und andere Schuhe wären auch nicht schlecht. Und eine Brezel. Oder zwei. Quark und Skyr stehen auf meiner Einkaufliste ganz oben. Ziegenkäse auch. Laugenbrötchen nicht vergessen.

Boah. Es ist noch sooo weit weg.

 

 

 

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In den letzten Zügen

Ja, meine Lieben. Es wird langsam.

Zum Schreiben bin ich gar nicht mehr richtig gekommen, Thailand hat mich wieder. Wir packen. Wir haben die Kartons ja schon bekommen und haben halt mal angefangen.

Das ist wie ein bisschen Abschied nehmen, Stück für Stück findet in den Kisten ihren Platz, manches wird aussortiert, manches wurde gekauft. Mit jedem Karton rückt Deutschland näher.

Natürlich haben wir schrecklich übertrieben, dem Umzugsunternehmen bleibt nicht mehr viel zu tun. Gut, wir haben ein Geisterhäuschen gekauft, für das werden die Guten eine Holzkiste bauen müssen.

Ja, so sieht das jetzt aus bei uns. Heiß ersehnt und wunderschön!

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Harbin, die Schneewelt

Die Schneewelt ist mir immer in wunderbarster Erinnerung geblieben, und auch diesmal war es richtig toll.

Allerdings ist die Gesamtveranstaltung sehr kommerzialisiert und um die vielen verschiedenen Angebote für Wochenendgäste erreichbarer zu machen, hat man aus 3 verschiedenen Wettbewerben quasi einen gemacht und alles in der Eiswelt an einem Ort zusammengebracht.

Deshalb war auch die Schneewelt nicht mehr so überwältigend, die eigentlichen Schaustücke des Wettbewerbs sind bei der Eiswelt untergebracht und im Dunkeln waren die nicht so schön anzusehen.

Gewonnen hat übrigens ein Team aus Thailand! Irre, gelle! Aber schon zum zweiten Male! Leider, wie gesagt, war das in der Eiswelt und wir hatten keine Lust nochmal den hohen Eintritt zu zahlen. Schließlich wartete ja dennoch die hübsche Schneewelt auf uns.

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Die Skulpturen beginnen als Block aus Schnee.

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Hier waren noch Arbeiter zugange.

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Dies sind Restaurants, gebaut aus Schnee! Auch die Bäume links sind ganz aus Schnee geformt.

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Die Gassen werden ordentlich eisfrei gehalten, aber schaut mal, mit welchen Mitteln!

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Ist der nicht goldig?

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Diese Pferde waren meine persönlichen Sieger!

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Harbin, das Eisfestival

Das Eisfestival brachte uns an die Grenze, nachdem die Sonne unterging, war es kaum auszuhalten. Die Geschichte habe ich ja schon erzählt, hier also die Bilder!

Ziemlich bunt, aber dennoch wunderschön präsentiert sich eine ganze Stadt aus Eis! Zum Teil begehbar, mehrere Stockwerke hoch!

Die Gebäude werden aus Eisblöcken geformt, in deren Mitte Leuchtstoffröhren liegen. Alleine die Isolierung würde Thailänder so unendlich überfordern und es gäbe anstelle bunter Lichter nur Funkenfontänen. Am Anfang standen wir eher verunsichert da, man hat ja seine Erfahrungen gemacht. Aber nach einer halben Stunde hätten wir Funken als  Quelle der Wärmeentwicklung empfunden 🙂

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Harbin, Tiger Tiger!

Von unserem Besuch bei der Tigerzuchtanlage haben wir ja schon erzählt. Aber hier sind endlich die Bilder!

Am Eingang hat man, ganz im Sinne des Eisfestivals eine schöne Eingangsmauer gebaut.

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Mittlerweile ist die Anlage zur Unterhaltungsindustrie „aufgestiegen“, mit „lustigem“ Eingang, einem Zirkus nebenan und alles ist extrem auf Konsum getrimmt.

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Was früher eine lebhaft, wilde, halbdurchdachte Geschichte war, wo man im wackeligen Buslein durch das Gelände fuhr und Tigern lebendige Hühner zum Fraß vorwarf, wartet heute ein gestylter Bus. Die Sitze sind so längs der Fenster angeordnet, so dass man einen tollen Blick nach draußen hat.

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Hier geht es in die Freigehege.

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Früher, damals, als alles besser war, musste man weit aus der Stadt hinaus fahren, um hierher zu kommen. Nun ist die Stadt ganz nah herangewachsen. Es wirkt so unwirklich.

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Allerdings, und hier lehne ich mich mal zum Fenster raus, die Tierhaltung ist echt in Ordnung. Die Anlage ist riesig, die Gehege weitläufig genug, um den Tieren die Möglichkeit zu geben alleine zu sein.

Außerdem haben wir mehrmals Futtertiere, wie Fasane gesehen, die in den Wäldchen herumspazieren und den Jägern ihr Leben abtrotzen. Offensichtlich leben die Tiger hier relativ „natürlich“.
Ja, ich weiß. Aber Legehennen bei uns leben schlechter. Viel schlechter.

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Nach einem Weilchen ist die Fahrt durch mehrere Gehege beendet. Als wir aus dem Bus kamen waren wir etwas enttäuscht. Keine Hühnerfütterung, kein Drama, keine aberwitzigen Aktionen. China ist so zivilisiert geworden.

Hier in diesem Gang konnte man noch ein paar Fleischbrocken durch den Zaun werfen, wo Tiger wie bettelnde Miezekätzchen saßen.

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Gut, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, aber die Tiere werden definitiv nicht wie in Thailand mit Drogen vollgestopft, damit Touristen neben den benebelten Viechern sitzen können, um sich fotografieren zu lassen.

Ganz am Anfang haben wir das auch gemacht und da habe ich mir nicht mal so viel bei gedacht. Aber in Thailand leben mehr Tiger unter Drogen zur Touristenbespaßung als in dieser Anlage.

Dies nur für die Leute, die reflexartig bei den Begriffen Tiere und China aufheulen und mir blöde Mails schreiben. 🙂

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Harbin, am Fluss

Harbin ist wirklich weit im Norden, selbst Nordkorea ist hier im Süden. Es war kalt. Richtig kalt. Kein „Oh, ich lebe in Thailand und nun fröstelt es mich bei allem unter 30 Grad“. Wir reden von 25 Grad minus.

Marc und ich hatten 3 Hosen übereinander an, ich hatte unter meinem Mantel 5 Lagen aus Hemden und Pullis. Gefroren haben wir eigentlich nicht, nur das Gesicht fühlte sich manchmal an, als würde es gleich zerspringen. Krass.

Nun hatten wir diesen wunderschönen Tag und gingen zum Fluss Songhua. Der gefriert völlig durch und dient als Spielwiese und Brücke zu einer Insel, auf der die Schneewelt aufgebaut wird.

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Hungrig bleibt man hier natürlich auch nicht.

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Vor 10 Jahren war es hier recht beschaulich. Ein paar Kutschen, ein paar Leute, die Schlittschuh fuhren oder Eis liefen, das war es. Mittlerweile ist es modern und laut geworden. Das Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten ist immens gewachsen.

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Ein paar der bereits bekannten Fortbewegungsmöglichkeiten gab es zum Glück auch noch.

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Wobei dieses Rentier eher exotisch wirkt.

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Und das Kamel hat sich verirrt.

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Wir wollten die schönen Erinnerungen aus der „guten alten Zeit“ aufleben lassen und suchten nach einer Kutsche. Dieses Pferd störten wir sehr beim Mittagessen.

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Marc fühlte sich schon wie ein Zar!

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Wir mussten leider die ganze Arbeit selber machen.

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Hier seht Ihr uns als Michelinmännchen beim Abschied von unserem tapferen Pferdchen.

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Das ist Harbin. Sicherlich zehnmal so groß wie vor 10 Jahren.

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Nachtzug nach Harbin

Alles Relevante habe ich ja bereits erzählt, ich möchte ja nur die Bilder nachreichen!

Wir warteten auf den Zug Z17 und ich war erstaunt, wie wenig in Peking in englisch ausgeschrieben wird. Dies war kein Hochgeschwindigkeitszug und hier läuft es noch recht altmodisch ab. Zum Glück sind die Zugbezeichnungen und Zahlen immer lesbar.

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Und der „alte Chinacharme“ wich westlicher Normalität. Ich wiederhole mich natürlich, aber ich finds irgendwie schade.

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Da es nicht genügend Sitzplätze zum Warten gab und Marc ohnehin schon krank war und deshalb nicht auf dem kalten Boden sitzen konnte (ich habe es ihm verboten), musste ich es mir dort bequem machen.

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Der Gang vom Zug sieht auch aus, wie überall.

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Die Nummerierung ist offensichtlich, hier wird auch gleich erklärt, wer wo schläft.
Der Barcode bringt einen zu WeChat, der chinesischen Messengerplattform. Hier kann man wahrscheinlich allerlei Informationen abrufen.

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Wir hatten Glück und wenigstens mein Bett war unten. So konnten wir dort noch ein Weilchen sitzen und den Tisch mitbenutzen.

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Marcs Bett war nämlich oben und dort kann man kaum sitzen, eigentlich nur liegen.

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In China haben die Zugabteile 2, 4 oder 6 Betten. Das Zweierabteil war richtig teuer, das Sechserabteil ist dann wirklich eng und nervig. So war das ein prima Kompromiss.

Unser Abendessen bestand aus einer Instantnudelsuppe, das heiße Wasser gibt es immer und in jedem Zug umsonst.

Eine schöne Bahnfahrt. Morgens gegen 06.00 Uhr waren wir dann in Harbin.

Aber das ist eine neue Geschichte. Heute wollte ich Euch unbedingt alles über Peking erzählen, Harbin muss warten 🙂

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