Der Fluch der Sicherheit

Marc und ich wollen über Weihnachten weg, da gibt es hier ein paar Tage frei, die wollen wir noch einmal nutzen. Nur wohin? In unser geliebtes China! Harbin!

Ich hatte schon Flüge herausgesucht und Zugverbindungen. Mittlerweile kann man in China selbstverständlich auch Züge online buchen. Damals, als wir noch dort lebten, konnte man die nur persönlich kaufen und das nur frühestens 7 Tage vor Abfahrt. Außerdem gibt es Hochgeschwindigkeitszüge, die die Strecke Xi’an – Peking in 5 Stunden schaffen. Man kann nur staunen, was dieses Land in den letzten 10 Jahren vollbracht hat. Nicht alles ist positiv, klar. Dennoch, ich bin beeindruckt.

Der Abend begann damit, dass wir bei Air Asia Tickets nach Xi’an kaufen wollten. Leider, leider, kam die Meldung, wurde das Verfahren zur Bezahlung mit Kreditkarte im März geändert und wir müssten erst einmal das neue Verfahren beantragen, die erforderlichen Informationen kommen dann per Post. Super. Wenn es schon so anfängt.

Direkte Buchungen bei China Southern scheiterten daran, dass man sich dort anmelden muss, aber die erforderliche Zahl, die aufs Handy geschickt wird, nie ankam. Warum auch immer. Wir nutzen dann ein Portal, aber das ist halt ein bissle teurer, egal, es klappte dann.

Die Züge konnten wir per Paypal zahlen, das funktioniert zum Glück noch. Und heute morgen fiel mir ein, wie ich doch noch Air Asia Tickets bekommen kann. Ich ließ mir die Preise anstatt in Euro in der thailändischen Währung anzeigen und schon gab es außer der Kreditkarte weitere Zahlungsmöglichkeiten. Viele Thais haben gar keine Kreditkarten, die zahlen dann direkt in den kleinen Supermärkten, den 7/11. Man druckt einen Barcode aus, zeigt ihn der Verkäuferin, die scannt ihn ein, man bezahlt, und sobald man daheim ankommt, ist schon die Email mit dem Flugticket da. Genial!

Aber diese Probleme haben wir nun immer öfter. Es ging jetzt 3,5 Jahre gut, aber mittlerweile wird es kompliziert. Meine Bank hat mir die Kreditkarte und die Girokarte gesperrt, weil im August ungewöhnliche Kontobewegungen gemeldet wurden. Da war ich in Landau gewesen und hatte Geld abgehoben. Himmel.

Die gleiche Bank hat plötzlich bereits erteilte Lastschriftverfahren eingestellt. Da gab es sicher auch postalisch einen Hinweis, der ist nur nie angekommen. Jetzt habe ich pronto die Grundsteuer entrichtet, ein neues Lastschriftverfahren eingeleitet und geguckt, wer da sonst noch bedacht werden muss.

Eine Versicherung rennt mir hinterher, weil offensichtlich ein Brief geschickt wurde und die Post hat ihn zurück an den Absender geschickt, mit dem Vermerk „Nach Thailand verzogen“. Da haben die ganz allergisch reagiert und ich weiß nicht einmal warum. Nun habe ich eine lustige Emailfreundschaft, die ich so schnell wohl nicht loswerde.

Marc hat das lustige Problem, dass er gleich für 2 Kreditkarten dieses neue Verfahren beantragen muss. Die Unterlagen werden per Post verschickt und die Anmeldedaten sind nur 6 Wochen gültig. Das wird bestimmt spannend!

Onlinebanking funktioniert nun auch nicht mehr, ich muss gerade bei 2 Banken Wohnbescheinigungen vorlegen. Was ärgerlich ist, zumal die eine Bank einfach nur die Hälfte der Anschrift aufgenommen hat und ich für die Korrektur durch den Regen fahren darf. Nun ja, aber das muss sein, sonst kommen die Unterlagen hier gar nicht an.

Bei mir entsteht der Eindruck, dass es richtig Zeit wird zu gehen. Daheim kollabieren die Systeme. Und ich finde es ja schön, dass alles so ungeheuer sicher ist. Vor allem unser Geld. So sicher, dass wir selbst nicht mehr dran kommen 🙂

 

 

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Regenzeit, Trauerzeit

Es regnet. Nicht dieser konstante Dauerregen, der mit kaltem Wind gepaart unter die Kleidung kriecht und alles ziemlich drist werden läßt. Hier ist es gerne ein massives Gewitter, paukenschlaglaute Donner lassen die Luft erzittern und dann dauert es doch noch recht lange, bis der Wind auffrischt und sich eimerweise das Wasser ergießt.

Nur unternehmen kann man halt nichts.

Heute morgen wollten wir zum Frühstück bei einem deutschen Restaurant fahren, aber Marcs Moped sprang nicht an, es stand jetzt doch recht lange und die Batterie ist leer. So nahmen wir das Auto, frühstückten, gingen noch einkaufen und den Rest des Tages verbrachten wir daheim.

Wir hatten eigentlich das ganze Wochenende in Bangkok verbringen wollen, aber wozu, wenn es dann doch ständig regnet. Nun gut, noch ein paar Wochen, dann kommt der wunderbare Winter, da müssen wir uns halt noch ein bisschen gedulden.

Nächstes Wochenende wollen wir nach Hua Hin, hoffentlich ist dann das Wetter wieder ein bisschen stabiler. Aber am Freitag ist ein Feiertag, so hätten wir schon ein bisschen Zeit dort.

Ich hatte ja geplant in 14 Tagen nach Phuket zu gehen, dort gibt es ein vegetarisches Festival, bei dem es recht wild zugeht. Die Menschen stechen sich Messer usw. durch die Wangen. Das hätte mich schon interessiert, wenn ich ehrlich bin.

Aber am 26.10.17 wird ja der König bestattet. Jetzt geht der ganze Affentanz von vorne los. Die Läden verkaufen nur schwarze T-Shirts, was ganz lustig aussieht, ich muss mal dran denken und ein Bild machen.

Nun darf es für einen Monat keine „Veranstaltungen zur Unterhaltung“ geben, keine Livemusik und selbstverständlich keine Festivals. Klar. Was haben wir auch erwartet, im Land der Klugen und Freien. Also kein Phuket. Bleiben wir halt hier und trauern, ich habe ja jetzt einen legitimen Grund.

Ich kann den November gar nicht mehr erwarten!

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Wieder englisch und Event

Oh, so lange habe ich keinen Englischunterricht mehr gegeben. Wolfgang hatte ihn für mich übernommen, als ich nach Deutschland ging.

So richtig kann ich mich kaum noch motivieren, aber ich brauche unbedingt einen festen Termin, sonst hat die Woche ja gar keine Struktur. Und die Vorbereitung braucht ja auch noch Zeit. Ich stöhne dann zwar immer, aber am Ende fehlt mir ohnehin eine Beschäftigung, also da muss ich durch :-).

Heute guckte ich allerdings nur zu und schaute mal, wie der Wolfgang das macht. Er hat einen ganz anderen Stil, aber da kann man sich wirklich auch etwas abgucken.

Ein neuer Pfarrer hat angefangen und ich habe mich mit seiner Frau unterhalten. Sie möchte gerne wieder eine Frauengruppe gründen und wollte mich einbinden. Aber ich habe abgelehnt. Ich habe vor über einem Jahr einmal die Gesprächsgruppe für Frauen geleitet, jedoch das ist im Sommer eingeschlafen, weil die meisten ja nur im Winter hier sind. Und im nächsten Jahr wäre es ein richtiger Aufwand gewesen, das wiederzubeleben.

Aber die Herren möchten nun, dass man ihre thailändischen „Freundinnen“ beschäftigt, während sie sich in ihren Stammtischen ergehen. Ja, genauso habe ich mir mein Leben vorgestellt, nein, wahrlich nicht. Die Frau des Pfarrers war etwas enttäuscht. In ein paar Monaten wird sie es besser verstehen 🙂

Ich war kaum zu Hause, da kam auch schon Marc und wir fuhren zu unserem belgischen Cacherfreund, der heute ein Event hatte. Wieder so ein schöner Abend! Wir waren gar nicht viele, Dieter, Jay, Ukki und seine Frau und wir. Nur hatten wir uns jede Menge zu erzählen. Schon komisch, wir sehen uns so selten und gehen so vertraut miteinander um. Ich freue mich jedesmal darauf, diese Leute wiederzusehen!

 

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Ein Besuch bei Soi Dog Angels

Einmal im Jahr zählt der Verein für deutschsprachige Frauen die angesammelten Gelder und spendet den Überschuss. Dieses Jahr ging das Geld an zwei Organisationen, die sich für Straßenhunde einsetzt.

Ich hatte Caroline und Ihre Soi Dog Angels vorgeschlagen. Das Geld wird immer persönlich übergeben, was ich gemeinsam mit Ellen machte. Leider das Haupteinsatzgebiet über eine Stunde Autofahrt von uns entfernt, sonst hätte ich mich da schon viel aktiver eingebracht.

Caroline von Soi Dog Angels begrüßte uns und wir fuhren mit ihr als Erstes zum Tierarzt.

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Wir wollten einen Hund besuchen, dem das Leben auf der Straße übel mitgespielt hatte. Während eines Kampfes um eine läufige Hündin hatte dieser Bursche offensichtlich den Kürzeren gezogen.
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Mit dieser klaffenden Wunde und dem schmutzigen Fell hätte er ohne Hilfe einen elenden Tod sterben müssen.
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Allerdings hatte er Glück und kam frühzeitig zum Tierarzt.

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Wir konnten uns selbst davon überzeugen, dass es dem armen Tier mit der riesigen Fleischwunde wieder viel besser geht, mit einem dicken Verband um den Hals lag der Hund in einem Käfig.

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Soi Dog Angels belegen rund 1/3 aller Käfige. Es sind alles Tiere, die entweder krank oder verletzt sind, die meisten sind allerdings hier, um sterilisiert zu werden. Sobald die Hunde wieder gesund sind, werden sie wieder zu ihrem Rudel gebracht und dort ausgesetzt. Es ist leider völlig unmöglich neue Besitzer für ausgewachsene Tiere zu bekommen.

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Allerdings konnte Caroline alleine letzten Monat mehr als 10 Welpen als Haushunde unterbringen. Sie ist darüber nicht zu Unrecht sehr stolz!

Caroline kaufte noch ein paar Medikamente gegen Räude und wir holten eine der sterilisierten Hündinnen und begleiteten Caroline auf ihrer Runde. Ellen saß auf dem Rücksitz und beruhigte die zitternde Hundedame. Ein so liebes Tier, ganz zahm und verschmust, alleine der Gedanke, dass sie zurück auf die Straße muss, tut einem in der Seele weh!

Die Kleine war recht schnell wieder im Rudel integriert, Caroline wartete, ob das klappen würde, denn manchmal verhält sich das Rudel sehr ablehnend gegenüber Rückkehrern. Aber da gleichzeitig reichlich Futter verteilt wurde, war diese Hürde schnell genommen.

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So fuhren wir von Futterstelle zu Futterstelle. Es sind einige und Caroline erzählte, dass sie froh sei, jetzt in der Regenzeit nicht auch noch Wasser mitnehmen zu müssen. Oft sind die Hunde nämlich nicht nur hungrig, im Sommer leiden viele unter Wassermangel.Und überall sieht man kranke Tiere. Insbesondere ein Hund mit riesigen Geschwüren tat uns unendlich leid. Demnächst wird ein Bekannter mit einem Betäubungsgeschoss kommen, dann soll auch dieses Kerlchen zum Arzt kommen!

Bis dahin ist es jedoch ein Problem ihn zu ernähren. Die starken, gesunden Tiere lassen ihn gar nicht mehr ans Futter. Deshalb verteilte Caroline Hühnerstücke, damit der Rest der Meute kein Interesse am Trockenfutter mehr zeigt.

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So kann das arme Tier das Trockenfutter hastig herunterschlingen, während sich der Rest des Rudels um Fleisch bettelt. Leider ist der kranke Hund so unglaublich scheu, er lässt niemanden an sich heran und rennt sofort weg, wenn man ihn auch nur ansieht.
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Die Schmerzen, die der Hund mit diesem offenen Geschwür hat, müssen furchtbar sein. Caroline mischt jeden Tag Entzündungshemmer und Schmerzmittel in sein Futter.

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Caroline verteilte tüchtig Tabletten gegen Räude und zeigte uns ein paar Tricks, wie man die Medikamente so in Futter verpackt, dass es den Tieren nicht weiter auffällt. Ich verrate ihn Euch: Hühnchenstücke . Die sind so schnell verschluckt, da merkt keiner der Streuner, dass er da mehr verschluckt, als gedacht.

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Die Räude ist hier schon ein bisschen am abklingen. Es ist grausam zu sehen, wie viele Hunde mit nackter Haut herumlaufen. Sie bekommen Sonnenbrand, die Milben fressen sich tief in die Haut. So kratzen sich die armen Viecher ständig und sind im fortgeschrittenen Stadium, aufgrund der auftretenden Infektionen kaum noch zu retten.

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Dann sind da noch all die Unfallopfer. Thailändische Hunde sind halt auch nur Tiere und können den Verkehr schlecht einschätzen. So sieht man viele Tiere mit kaputten Gliedmaßen, meistens ist einer der Hinterläufe betroffen und die Hunde sind dann dreibeinig unterwegs.

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So düsten wir von Futterstelle zu Futterstelle. Manche Hunde leben am Strand, manche am Markt, im Tempel, im Dorf, am Straßenrand. Fast alle dieser Hunde sind einfach nette, freundliche Kerlchen, die fast lieber eine Streicheleinheit möchten, als das Futter. Einige haben sich an uns gedrängt, mit dem Schwanz vorsichtig gewedelt, und waren völlig begeistert, wenn wir uns mit ihnen abgegeben haben.

Es fasziniert mich, wie domestiziert diese Tiere sind. Sobald sie auch nur ein wenig Kontakt zu Menschen haben, sind sie wunderbar sanfte und liebe Wesen.

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Diese hier werden aber gerne übersehen: dies sind die halbwilden Hunde, die in Thailand überall dort zu finden sind, wo auch nur eine kleine Fläche freisteht. Hier versammeln sich mehrere Rudel auf Wiesen, die dort fast ohne Kontakt zu Menschen leben. Sie sind sehr scheu und mit Sicherheit auch nicht ungefährlich. Im Dunkeln würde ich mich nie wagen, mich ihnen zu nähern.

Aber Caroline hat auch hier Schüsseln aufgestellt, die täglich gefüllt werden. Allerdings warten diese Hunde, bis wir weg sind.

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Caroline kennt jeden „Ihrer Hunde“ bei Namen und ist mit viel Herzblut dabei. Sie ist sehr aktiv, veranstaltet Events um Geld zu sammeln oder neue Helfer zu finden.Momentan ist sie mit der lokalen Regierung im Gespräch, die möchte eine kostenlose Sterilisierungskampagne für alle in Ban Chang ansässigen Rüden und Hündinnen durchsetzen. Dann müsste sie die Tiere nur noch füttern und medizinisch versorgen.

Wenn Ihr Euch wundert, dass all diese Tiere so gut genährt aussehen, dann einfach, weil sie täglich von Caroline und freiwilligen Helfern versorgt werden.

Falls Ihr also zu Weihnachten ein bissle was Gutes tun wollt und ein paar Euro übrig habt, hier sind die gut untergebracht:

https://fundrazr.com/paws-for-the-cause?ref=ab_f5VpX7_ab_1qUjrcalZW81qUjrcalZW8

Paypal: bcangelsforsoidogs@gmail.com

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Einkaufstour

Heute war ich mit Volker verabredet. Volker habe ich in meinem Englischkurs kennengelernt und wir wohnen nur ein paar Minuten voneinander entfernt. Hin und wieder trinken wir mal einen Kaffee zusammen oder gehen einkaufen.

Momentan regnet es quasi novembermäßig täglich, da bin ich ja mit dem Moped ein bissle aufgeschmissen. Volker und ich haben deshalb beschlossen den Tag mit Einkaufen zu verbringen.

Wir fuhren nach Laem Chabang, guckten ob dort die Baustelle endlich fertig ist. War sie nicht. Leider macht die Baustelle den Zugang zum Hafen zur Insel Ko Sichang dicht und dort wollen Marc und ich unbedingt mal für ein Wochenende hin.

Volker brauchte ein langes Kabel, das wir nach längerem Suchen auch fanden. Dabei haben wir ein ganzes Kaufhaus durchforstet. Was soll man bei dem Wetter sonst auch machen?

Volker hielt dann bei einem Fordhändler und ließ sich ein Angebot für ein Auto erstellen. Dabei habe ich die Gelegenheit ergriffen und mir einen Focus angeguckt. Junge, sind das Preise hier! Die Basisvariante mit dem kleinsten Motor kostet schon locker 3.000 Euro mehr als bei uns.

Interessant ist es ja, dass Thailänder fast nur Neuwagen kaufen. Denn für Neuwagen ist es sehr leicht einen Kredit von Banken zu bekommen, während man sich bei der Finanzierung von Gebrauchtfahrzeugen sehr ziert.

Anschließend fuhren wir durch den Dauerregen wieder nach Pattaya, zur Harbor Mall. Dort kennt Volker Hassan, einen Iraker, der wohl in Deutschland geboren wurde, da er so akzentfrei deutsch spricht. Hassan ist einer dieser Tausendsassas, die alles können, alle kennen und alles wissen. Er hat einen Laden, wo er Navigationsgeräte verkauft und Fernsehboxen anbietet. Die braucht man, um übers Internet Fernsehen gucken zu können und natürlich richtet Hassan das alles ein und berät.

Als Volker erzählte, dass wir bei Ford waren, da machte Hassan Bilder von Volkers Auto, falls er das verkaufen wolle, da würde er vielleicht auch gleich jemanden kennen. Bei all diesem Enthusiasmus muss man einfach lächeln.

Wir waren noch im Makro Lebensmittel einkaufen. Diese Woche gibt es bei uns Kartoffeleintopf mit Gemüse und Hühnchen.

Als Marc heimkam gingen wir unverzüglich ins Studio. Ich habe mir heroisch die Gewichte erhöht. Bei meiner letzten Kniebeuge wog die Hantel irgendwie dreimal so viel und ich kam kaum hoch. Aber die Technik stimmt, ich kippte nicht. Nun ja. In drei Wochen habe ich die alten Gewichte wieder drauf, bestimmt!

Was für ein Tag 🙂

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CITO oder Aufräumen am Strand

Unser Hobbyfreund Dieter aus Belgien wollte gerne ein Geocache-Event haben. Da gibt es immer mal Aktionen, die an bestimmte Tage gebunden sind, und heute war so eine. Dieter wollte das nicht verpassen, er sollte heute morgen in Bangkok ankommen und wäre dann direkt zum Event gekommen.

Das beinhaltete diesmal eine Reinigungsaktion in der freien Natur. Für Schwaben eine lockere Aktion, wir sind schließlich von klein auf daran gewöhnt per Kehrwoche für Reinlichkeit zu sorgen.

So luden wir ein. Tatsächlich wollten wir das zuerst bei uns am Strand machen, da wären wir kurz rübergelaufen, hätten uns dreimal gebückt, geloggt und gefreut. Dieter wollte zu uns kommen, wir hätten ihn dann heimgefahren und alle wären glücklich gewesen.

Zu unserer Überraschung meldete sich ein finnischer Cacher, der hier oft im Winter für ein paar Wochen der Kälte entkommt. Dann hatte Dave Zeit, der Flugbegleiter ist und eigentlich immer das Pech hat, just bei solchen Events arbeiten zu müssen. Erstaunlicherweise meldete sich auch ein ganz neuer Cacher aus England. Als dann auch noch unser amerikanischer Cacherkollege vermeldete, dass er auch kommen könne, war klar, dass unser Plan so nicht klappen würde.

Also haben wir das Event kurzerhand 18 km in den Süden nach Bang Sare verlagert und einen Fahrdienst eingerichtet. Dave hat 2 neue Caches veröffentlicht und ich einen, auf dass wir uns nicht langweilen würden.

Als Erstes erreichte uns heute morgen die Hiobsbotschaft, dass Dieters Flieger Verspätung hatte und er deshalb in Katar festsaß, er würde nicht kommen können. Also holten wir nur Jay ab und fuhren nach Bang Sare.

Wir hatten riesige Müllsäcke besorgt und eine Schachtel voller Gummihandschuhe. Das letzte Mal war der Strand so vermüllt, dass man große Säcke brauchte und man da nichts anfassen wollte. Vor Ort warteten wir auf die nach und nach eintrudelnde Cachergemeinde. Die sind schon alle viel zu lange in Thailand, die kamen allesamt mit Verspätung, und ich rede nicht von 15 Minuten.

Dann begannen wir das fröhliche Aufräumen. Aber was soll ich sagen? Es gab kaum Müll! Unglaublich. Dieser Strandabschnitt strotzt nur so vor Mülltonnen, überall stehen welche und werden, man soll es nicht glauben, sogar benutzt. So standen wir am Strand und drängelten uns um die paar Stückchen Styropor und vereinzelte Plastiktüten. Gut, vor 2 Jahren stand hier noch kein Haus und man musste noch fast 2 Kilometer zum nächsten bewohnten Hüttchen fahren. Heute stehen ein Hochhaus mit Wohnungen, mehrere Restaurants und Pensionen, da achtet man wohl darauf, dass es ordentlich aussieht. Aber wer will hier meckern?

Und ein bisschen Müll konnten wir am Ende ja doch finden!

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Hier ist Marcs Ausbeute! Der Frosch mit der Maske ist auch schon ganz erschöpft!

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Die lieben Cacherfreunde nach getaner Arbeit. Hinter uns das neue „schicke“ Hochhaus. Dave war sehr stolz auf seine super Fahne, die er von einem koreanischen Cacher geschenkt bekommen hatte.

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Anschließend gingen wir ziemlich verschwitzt in ein Restaurant und erzählten. Es ist so eine Freunde mit Gleichgesinnten ein bisschen zu ratschen und den Tag verstreichen zu lassen. Dieter schrieb uns, dass er in Bangkok angekommen war, ein bisschen traurig war er schon, dass er es nicht geschafft hatte. Aber er hat ja am Freitag sein eigenes Event.

Anschließend holten wir noch Daves Caches. Einer davon ist neben einem thailändischen Tonstudio, wo Größen wie Placebo, Jamiroquai, Bullet For My Valentine,  Jimmy Page, Lady Gaga usw. schon gearbeitet haben. Hier in der Einöde! Das hätte ich nie geglaubt, und wie heißt es so schön: „Ohne Geocaching hätte ich das nie gewusst!“ 🙂
Bei Interesse guckt mal hier: „Karma Sound Studio“. Alleine die Bilder der Unterbringung sind schon den Klick wert.

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Nichts passiert

Seit unserer Rückkehr ist nicht viel passiert. Letztes Wochenende waren wir einkaufen, das ist ja jedesmal eine Ganztagesbeschäftigung, weil man so lange im Verkehr hängt.

Ich bin recht lethargisch und konnte mich wirklich zu nichts aufraffen. Die Regenzeit zeigt sich von ihrer charmanten Seite, der Himmel ist wolkenverhangen und hin und wieder regnet es. Manchmal, so wie gerade jetzt, sieht man am Horizont die Blitze zucken und tanzen, es donnert und grollt ganz schauderhaft und meistens ist kurz darauf auch das Internet weg. Das ödet mich am meisten an 🙂

Marc und ich waren heldenhaft jeden zweiten Tag beim Sport. Ich backe wieder ganz kleine Brötchen, nach der langen Zeit schaffe ich kaum noch meine Gewichte. Schade, eigentlich. Wenigstens habe ich das Gefühl, dass ich die Technik noch gut drauf habe. Ich habe per Youtube daheim ein paar Runden Trockenübungen eingebaut, das passt hoffentlich.

Nächte Woche habe ich nun für jeden Tag eine Verabredung, ich muss mich unbedingt wieder aus der Wohnung bewegen, ich roste hier ja noch ein!

Also ist morgen noch ein ruhiger Tag und ab Sonntag habe ich wieder etwas zu erzählen!

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