Jetzt wird es ernst

Heute ist Marcs erster Arbeitstag, der Fahrer wird um 07.00 Uhr hier sein.

Wir sind so Schlafmützen, wir haben nichts gebügelt. Gestern waren wir absolut platt, also schwinge ich nun das Bügeleisen. Nur worauf? Wir haben ja kein Bügelbrett…

Als wir aus China zurückkehrten, da ärgerte ich mich maßlos darüber, dass wir alles irgendwie 10fach zu haben schienen. Bügeleisen, Teller, Tassen, Wasserkocher und ich konnte mir gar nicht erklären, wie das zustandekam. Nun weiß ich es wieder! Bis unsere Fracht hier ist wird es bis zu 8 Wochen dauern und bis dahin muss der Laden ja irgendwie laufen. Uns bleibt also keine Wahl, wir werden noch einiges kaufen müssen, was in 2 Monaten dann kommt!

So habe ich versucht auf der Küchenplatte zu bügeln, das ging aber nicht, weil die Platte aus Stein ist und wo soll da der Dampf hin. Zum Glück fand ich Bettwäsche, die ich unterlegen konnte.

Marc bekam Apfelsaftschorle, komische abgepackte Vollkornscheiben und Schinken aus dem Supermarkt zum Frühstück. Wenigstens etwas!

Als er gegangen war, guckte ich mal aus dem Fenster. Es ist leicht bewölkt und die minimale Abkühlung während der Nacht führt zu einem leichten Nebel. Die Sonne steht noch nicht am Himmel und Thailand ist noch nicht wach. Doch halt! 07.00 Uhr und die lustigen Thailänder arbeiten schon im Garten und am Pool. Blöd.

Egal, ich holte die Badesachen. Wie gut, dass wir den Trockner kommen lassen! Ich hatte es schon befürchtet, bei der hohen Luftfeuchtigkeit trocknet die Wäsche nicht, die Badesachen von gestern waren noch nass.

So entschloss ich mich zum Nachbargebäude zu gehen, um dort zu schwimmen. Ich möchte nicht während der Poolarbeiten wie ein bleicher Fisch meine Bahnen ziehen. Es ist ein bisschen ungeschickt, weil es keine Umkleidemöglichkeit gibt und es ist in Asien undenkbar im Badeanzug im Fahrstuhl zu stehen, deshalb habe gestern ein leichtes Kleid gekauft und Badeschuhe. In einer LockundLock-Dose steckt die Karte für die Eingangstür und der Schlüssel für die Wohnung. Die Kleidung und die Schuhe nebst Handtuch lege ich unter einen Strauch und die Lockundlock-Dose nehme ich mit. Die deponiere ich dann so unter einem Strauch, dass man da schon im Wasser sein muss, um sie zu finden. Sonst räumt mir das einer der Gärtner noch weg. Und dann schwimme ich völlig allein in diesem Riesenpool! Wenn man über die Kante guckt, sieht man direkt das Meer und man denkt es ginge direkt bis zum Haus. Über Nacht sind Frangipaniblüten aufs Wasser gefallen und ich finde, besser kann es gar nicht werden.

Nun sitze ich hier, es ist früher Morgen, die Gärtner sind am Rasenmähen (wie gut, sonst wäre es hier einfach zu schön, ein bisschen Realität muss halt sein) und ich habe schon einen Schlachtplan für den Tag! Eine deutsche Bäckerei ist in 2 km und ein Begegnungszentrum ist dort in der Nähe. Da will ich heute vorbei! Zum einen brauchen wir schlicht dringend Brot und zum anderen brauche ich ja ein Betätigungsfeld, vielleicht kann ich mit in dem Zentrum nützlich machen. Aber erst möchte ich mir das angucken!

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