Masjid Negara

Die Masjid Negara ist die Nationalmoschee Malaysias und ein recht modernes Gebäude.

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Wir waren noch nie im Inneren und wollten dies nachholen. Man bezahlt keinen Eintritt und bekommt am Eingang bei unpassender Kleidung einen Überwurf. Ich hatte eine Bluse mit zu kurzen Ärmeln an, also traf es mich.

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Man sieht damit ein wenig aus, als käme man aus dem Film „Der Name der Rose“.

Die Moschee ist zugänglich, allerdings sollte man nicht die Gebetsräume mit den wunderbaren Teppichen betreten.

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Diese Herrschaften wachten tüchtig darüber, dass kein vorwitziges Füßchen zu weit nach vorne ragte!

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Wirklich spannend und exotisch wird es ja eigentlich immer, wenn ganz alltägliche Gegenstände plötzlich so ganz anders aussehen.

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Auf dem Weg zum Eingang hatten wir noch ein sehr angenehmes Gespräch mit Muslimen, die ein wenig Aufklärung über ihre Religion betrieben. Sie suchten das Gespräch nicht zum Missionieren, sondern aufgrund der weltweit wachsenden Vorurteile gegen ihre Religion. Dabei war sogar eine Holländerin, die zum Islam übergetreten war. Nun bin ich Atheist, aber das Gespräch war dennoch sehr interessant und ich fand die Dame absolut symphatisch!

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Am Ende ist es ja egal, auf welchem Wege wir glückliche und anständige Menschen werden!

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12 Antworten zu Masjid Negara

  1. Echsenwut schreibt:

    Na, das nenne ich mal Aufgeschlossenheit! Meinen Respekt! 🙂
    Mir ist es bisher leider auch nur in wenigen Fällen gelungen, geglaubt neugierige und unverprellte Nichtmuslime in eine Moschee zu lotsen um ihnen die Angst vor uns zu nehmen.
    Dass dort allerdings generell das Betreten des Gebetsraums untersagt ist, wundert mich ein wenig …. das kenne ich nun sooo nicht. Üblich ist ein Betretungsverbot durchaus während der Gebetszeiten, aber außerhalb eher nicht. Ich habe sogar schon im Gebetsraum mit Nichtmuslimen gesessen und Tee getrunken, habe anderen dort beim Nickerchen zugeschaut und beim Plaudern zugehört.
    Wir Muslime kennen Moscheen als zwar sensiblen, nicht jedoch „heiligen“ Ort.

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  2. Chinaladen schreibt:

    Oh, das Verbot des Betretens war dem Umstand geschuldet, dass kurz darauf zum Gebet gerufen wurde! Da wollte man sicher verhindern, dass die Touristen die Gläubigen beim Gebet stören! Wir waren nämlich schon am Ende der Besuchszeit dort.

    Tatsächlich, die Leute gehen nicht einmal in eine Moschee? Wir waren schon oft! Aber die Menschen glauben ja auch jeden Unfug, der in den Medien berichtet wird. Wir haben Moscheen im Iran und Pakistan besichtigt und ich war immer beeindruckt von der inneren Haltung der Muslime. Und wir leben noch 🙂
    Aber damit macht man halt keine Auflage, nicht wahr!

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    • Echsenwut schreibt:

      Seit Jahren habe ich den Eindruck, dass sich die Lage auf breiter Fläche nachhaltig verschärft. Die Ressentiments wachsen und immer weniger Menschen sind zu entspannten Gesprächen bereit. Es bedarf intensiver Aufklärungsarbeit, Europäern die Scheu vor dem Betreten einer Moschee zu nehmen. Obschon es heute regelmäßig TV-Bilder von Gebeten gibt, die zeigen, dass nichts absonderliches in Moscheen geschieht, bleibt diese etwas irrationale Angst.
      Mich freut Deine innere Haltung wirklich sehr – sie macht Dich zu einer wertvollen Botschafterin des Dialogs!
      Um Deine Besuche iranischer Moscheen beneide ich Dich glühend (selbst Sunnit, setze ich mich frech über die etwas blöden „Differenzen“ zwischen unseren Sekten hinweg!) – ich würde Qom nur allzu gern einmal erleben! 🙂

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      • Chinaladen schreibt:

        So außergewöhnlich finde ich unsere Haltung nun nicht. Eigentlich kann ich mir nicht einmal vorstellen, dass jemand nicht in eine Moschee oder einen Tempel oder eine Kirche gehen möchte, weil sich darin etwas Unheimliches abspielen sollte 🙂

        Leider wissen wir jeweils recht wenig über die Religion und Kultur der „anderen“. Seit die USA nach dem Wegfall der Kommunisten den „Terrorismus durch radikalislamistische Salafisten“ entdeckt hat, um innenpolitische Probleme wegzufegen, ist es einfach verrückt geworden.

        Aber ich habe auch zu meinem Mann oft gesagt, dass wir zwar Freunde aus allerlei Ländern und Kulturen haben, aber keinen einzigen Muslim darunter und warum das wohl so sei. In Deutschland, wo so viele leben, ist das eigentlich sehr eigentümlich.

        Da gibt es wirklich noch sehr sehr viel zu tun. Denn nur, wenn man seinen Nachbarn ein bisschen kennt, hat man keine Angst mehr. Und weniger Vorurteile!

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      • Echsenwut schreibt:

        Nun – zumindest hier in Europa sind wir Muslime stellenweise selbst schuld. 😦
        Viele Muslime mauern sich aus Angst ein, werden unüblich wortkarg und sogar abweisend, weil sie beißende oder gar beleidigende Kritik und Vorwürfe befürchten, sobald sie sich in der Öffentlichkeit zu ihrem Glauben auch verbal bekennen (sollen). Es ist ja auch was dran: ich habe schon erwachsene Muslime in Tränen ausbrechen sehen, weil sie wegen ihres Glaubens verbal „unter Beschuss“ geraten sind.
        Deshalb verhalten sich viele Muslime in Deutschland völlig ungewohnt – und ungewöhnlich.
        Ich empfehle das Frequentieren des „Tags der offenen Moschee“, der für gewöhnlich einmal jährlich gerade für Nichtmuslime abgehalten und von den muslimischen Gemeinden sehr aufmerksam ausgestaltet wird. Da öffnen sich alle Pforten und Küchen für jedermann, es wird gebraten, gegessen, gegrübelt, gelacht und geplaudert. Im Netz sind Gemeinden zumeist sehr schnell auffindbar und dort werden alle notwendigen Informationen und Termine bekannt sein.
        Gastgebende Muslime sind eine Zierde der Menschheit! 🙂
        Einfach mal ausprobieren – schneller kann man kaum muslimische Freunde und Bekannte gewinnen, Ehrenwort!

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      • Chinaladen schreibt:

        Du, Deinen Vorschlag nehme ich gerne auf! Auf Reisen haben wir muslimische Länder immer als mit die freundlichsten und aufmerksamsten erlebt. Und wir haben so manche unglaubliche Geschichte von Gastfreundlichkeit gehört.

        Du machst eine gute Arbeit, was die positive Darstellung Deiner Kultur angeht! Weiter so!

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      • Echsenwut schreibt:

        Ach …. danke für die unverdienten Blumen! 🙂
        Ich berichte für gewöhnlich frisch von der Leber weg und plaudere gern aus dem allgemeinen Alltag normaler Muslime, und der ist weitestgehendst fröhlich, bunt und laut.
        Obschon im wirklich tiefsten Ägypten und im tunesischen Hinterland häufig unterwegs gewesen, ist mir NIEMALS einer von den so inbrünstig beschworenen „Extremisten“ begegnet.
        Wenn ich aus dem Nähkästchen plaudern sollte …. ! 🙂
        Faszinierenderweise machte ich als Nichtmuslim keine anderen Erfahrungen im Nahen Osten als nach meiner Konversion mit den Menschen dort. Heute begegnet man mir, obschon dies kaum noch möglich ist, vielleicht nur noch ein wenig vertrauter. Mein nichtmuslimischer Sohn wurde genauso herzlich in die Gemeinschaft von Freunden in Ägypten aufgenommen wie ich selbst.
        Ich behaupte: weit mehr als 95 Prozent aller Muslime sind nicht nur „normal“, sondern vertreten auch keinerlei Positionen, die Westler für wirklich „grenzwertig“ oder gar „schlimm“ halten würden.
        Heute als Muslim hab ichs in muslimischen Ländern nur ein wenig lustiger und unbeschwerter (weil auch selbst kenntnisreicher!); schlechter wurde ich in meinen Zeiten als Christ und Atheist auch nicht behandelt.
        Begib Dich mal vertrauensvoll GANZ in muslimische Hände – irgendwo – und Du wirst staunen. 🙂

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  3. Benzin-im-Blut schreibt:

    Ich war schon in vielen Moscheen in vielen Ländern (u.a. China, Russland, Jordanien) in den letzten 30 Jahren. Es hat sich was geändert! Früher gab es nicht einen kritischen Blick, bei meinem letzten Besuch in Istanbul gab es erstmals böse Blicke. Die Zeit der Toleranz (oder besser der durch Mohammed erlaubten Verstellung) ist wohl vorbei. In meinem Empfinden läuft das parallel zur zunehmenden Verschleierung der Frauen. Schon mal das Buch „Allahs Schleier“ gelesen?

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    • Echsenwut schreibt:

      Ja – es hat sich was geändert.
      Ich erschrecke mich, weil ich heute nicht mehr so rückhaltlos offen Hindus gegenüber bin. Sie haben in den zurückliegenden Jahren plötzlich in hysterischen Großangriffen tausende meiner Geschwister umgebracht, ganze Dörfer ausradiert.
      Das Schicksal der Hindus teilen die US-Amerikaner, die hunderttausende meiner Geschwister umgebracht haben und die Israelis, die tagesaktuell wieder einmal dabei sind, dies zu tun.
      Es stimmt mich traurig, Angehörige dieser Nationen zunächst fragen zu müssen, wie zu mir und meiner Eigenschaft als Muslim stehen, bevor ich mit ihnen im Gespräch mehr teile als nur nüchterne Fakten.

      Viele Geschwister sind traumatisiert und der geglaubt „böse“ Blick entspringt diesem Trauma. Wir fühlen uns als Glaubensgemeinschaft derzeit von allen Seiten angegriffen und geringgeschätzt. Es ist weder eine Zier noch schön für den Islam, wenn sich Muslime argwöhnisch, ängstlich zurückziehen.

      Ich weiß nicht, wie Sie empfinden und natürlich lese ich Ihre Buchempfehlung auch nicht – weshalb sollte ich das tun?
      Lassen Sie einfach Ihre Bücher liegen und SPRECHEN mit Muslimen. Setzen Sie sich mit ihnen hin, sprechen Sie über Ihre Empfindungen und trinken Sie mit ihnen Tee.
      Sie werden überrascht sein.

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      • Chinaladen schreibt:

        Aber hier dreht man sich halt im Kreis.

        Der Nichtmuslim wird durch die momentane Propagandamaschine darauf gedrillt, Muslime für gefährlich zu halten. Böse Blicke sehen dann halt auch böse aus.

        Der Muslim fühlt sich in die Ecke gedrängt und guckt böse/ängstlich, dadurch wird der Nichtmuslim in seiner eigenen Angst bestärkt.

        Ich kann auch mit der Vorstellung alle Christen als meine Geschwister zu sehen, nichts anfangen. Es gibt Christenverfolgungen mit Tötungen in vielen Ländern, aber ich denke, das sollte man immer in Relation sehen. Auf der Basis würde ich auch jeden Muslim wiederum mißtrauisch begegnen müssen, wenn in Algerien wieder Christen entführt und getötet wurden.

        Wir Menschen müssen uns IMMER vor Augen führen, dass Regierungen und Religionsführer diese Art der Emotionalisierung dazu nutzen, Menschen aufzuhetzen. So erreichen die Reichen ihre Ziele und die Armen bluten.

        Immer und überall auf der Welt.

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      • Benzin-im-Blut schreibt:

        @Echsenwut Warum sollte ich nicht lesen – habe schon weit über 1000 Bücher gelesen. Lesen erweitert den Horizont ungemein, weshalb Sie auch mehr als nur in einem Buch lesen sollten. Und ganz speziell meiner Empfehlung folgen (der Titel ist dem Buch nicht angemessen – er spring zwar ins Auge aber gleichzeitig viel zu kurz).
        Zum Reden mit Moslems: Ich lebe mit Moslems unter einem Dach, habe moslemische Kollegen und bin bekennender Atheist. Sie werden mich jetzt wahrscheinlich entsprechend ihres Glaubens ganz tolerant als Ungläubiger verfluchen…
        Welcher Glaubensrichtung gehören Sie an bzw. welchen Iman folgen Sie?

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      • Echsenwut schreibt:

        Dies blog hier hat die Diskussion, die Sie augenscheinlich beginnen wollen, weder nötig noch verdient.
        Wenn Sie sich weiter über dies Thema mit mir auseinandersetzen wollen, dann frequentieren Sie bitte mein blog – der ist solche Auseinandersetzungen gewöhnt und dort passt sie auch hin.

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