Ein langer Tag

Heute Abend gehen wir ins Sportzentrum, also brauche ich Schuhe! Weshalb ich wieder quer durch Pattaya auf die andere Seite der Stadt fahren musste. Dabei kam ich zufällig am Bürogebäude der Pattaya Mail vorbei, für die ich ja mittlerweile „arbeite“. Ganz geschickt, da ich hier morgen Elfi abholen möchte.

In dieser Ecke der Stadt war ich auch noch nie. Das Fahren ist hier extra aufregend. Die Gassen sind eng, überall stehen Imbisswagen in der Straße herum, Lastenkärren kreuzen, die Autos fahren ohne zu blinken in Einfahrten oder hinaus, Hunde schlafen mitten auf dem Weg und müssen umfahren werden, Kinder laufen einem Ball hinterher, ein Huhn weigert sich auszuweichen und guckt mich an. Mein rechter Arm ist schon lahm und die Hand schmerzt vom Schalten. 2. Gang, 3. Gang,2. Gang, 3. Gang und zurück und wieder hoch.

Ich bewundere die Thais so sehr! Die Mädels sitzen im Damensitz hinter dem Mopedfahrer, wippen ihre Stöckelschühchen, der Minirock weht im Fahrtwind, tippen sie ihre SMS in ihr Handy als gäbe es den ganzen Irrsinn gar nicht. Und der Fahrer fliegt förmlich zwischen all den Autos und anderen Zweirädern hin und her, wechselt Spuren, überholt, bremst und weicht aus, ohne dass es der jungen Dame auch nur ein Wimpernzucken entlocken könnte. Während ich dahinter Schwerstarbeit leiste und mich vor jedem neuen unerwarteten Manöver meiner lustigen Gastgeber fürchte 🙂

Als ich dann beim Outletcenter ankomme, bin ich erst einmal fertig und parke auf der anderen Straßenseite. Die Threpprasit kann ich gar nicht mehr überqueren, meine Konzentration ist weg.

Da ist es doch recht entspannend einen kleinen Einkaufsbummel zu machen, nicht wahr. Leider ist das Outletcenter eher eine Touristenattraktion und wenn momentan nicht gerade einer der Reisebusse ihre chinesische Fracht entlädt, dann sind die Läden ganz ohne Kunden. Und das viele Personal stürzt sich wunderbarer Weise auf den armen potentiellen Käufer. Da die Musik im Hintergrund so laut ist und die Englishkenntnisse und der Akzent die Verständigung nicht leichter machen, ist Einkaufen auch keine echte Freude. Aber am Ende habe ich meine Schuhe!

Noch schnell nach nebenan, ich muss ja noch einen Wohnungsschlüssel nachmachen lassen, damit ich die Leihgabe wieder zurückgeben kann. Gleich noch einen Schlüssel für das Tankschloss des Mopeds, ich habe nur einen. Kostet ganze 1 Euro pro Schlüssel, allerdings passt der Tankschlüssel überhaupt nicht 🙂

Als ich heimkam, war ich absolut fertig! Eigentlich lächerlich, oder? Aber so ein kleiner Einkaufsausflug nimmt echt 5 Stunden in Anspruch!

Dafür hatte mir Elfi 3 Übersetzungen geschickt. Eine davon über Stammzellentherapie! Eine echte Herausforderung!

Marc und ich mussten noch Rechnungen bezahlen. Unglaublich, dass wir da jedesmal ins Central Festival fahren müssen, bei der einen Bank Geld holen und bei der Bank nebenan einzahlen müssen.

Anschließend waren wir noch im Sportstudio! Im Best Supermarket haben wir Laugenbrötchen gekauft! Lecker!

Und dann saß ich noch bis Mitternacht und habe die Übersetzungen fertig gemacht.

Uff! Das war der Tag!

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