Welcome to Taipei

Heute morgen kam das bestellte Taxi sogar zu früh! Ich hatte den Anbieter im Internet gefunden, für 1.000 Baht, also ungefähr 25 Euro fuhr er uns zum Flughafen in Bangkok. Dafür war das Auto wirklich betagt 🙂

In Taipei fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, wechselten in die U-Bahn und waren innerhalb kürzester Zeit im Hotel. Es ist schon schön wieder chinesisch zu hören! Und die Menschen sind so nett! Selbst im Café wird gefragt, woher wir kommen und dann hören wir: Welcome to Taiwan.

Und ehrlich, ich fühle mich durchaus wohl! Taipei ist jetzt keine schöne Stadt, die Hauswände sind grau und meist sind es seelenlose Hochhäuser, in denen Menschen einfach verschwinden, man kann sich gar kein Familienleben in diesen Kästen vorstellen. Aber auf den Straßen ist ein lustiges Leben, mit vielen Ständen, Läden und den interessantesten Dingen, wie ich sie eben in Asien erwarte.

Nach Sonnenuntergang wandelt sich das Bild und die Neonreklamen lassen die grauen Fassaden vergessen und Taipei wird richtig schön, exotisch und sehr bunt.

Man sagt, in Taiwan könne man China erleben, wie es geworden wäre ohne Mao und die Kulturrevolution. Die Schrift ist noch die traditionelle, im Gegensatz zur vereinfachten Fassung vom Festland. Viele der höflichen Verhaltensweisen, die man während der Kulturrevolution so verpönt und verfolgt hat, werden hier weiter praktiziert, aber meiner bescheidenen Meinung nach ist der Unterschied gar nicht groß. Die Menschen sind einfach wundervoll.

Ich freue mich, dass mein chinesisch von ein bisschen da ist, ich kann doch noch einiges sagen. Trotzdem bin ich froh, dass viele Taiwanesen sehr gutes Englisch sprechen.

Die Luft ist sauber und es gibt offensichtlich großes Interesse an Naturschutz, kein Smog, keine schwarzen Flüsse, all die Entsetzlichkeiten Festlandchinas sind zum Glück nicht erkennbar. Wir sehen demonstrierende Bürger vor Taipei 101, dem ehemals höchsten Gebäude der Welt, die endlich die Unabhängigkeit von China fordern. Was wir gut verstehen können, die Menschen fühlen sich vielleicht kulturell noch nahe an China, aber politisch möchte sicher niemand diesen Rückschritt tragen.

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