Was für ein Tag

Ich wurde wach mit Muskelkater. Richtig schlimmen noch dazu! Arme, Schulter, Rücken, Beine, alles. Dabei fand ich es jetzt gestern gar nicht so anstrengend im Fitnesscenter. Aber ich habe die Übungen ständig gewechselt, vielleicht merkt man es dann gar nicht so.

Dann hatte ich noch so ein komisches Gefühl im Magen. Bauchmuskeln? Hab ich die? Oder ist mir übel? Oder Muskelkater der Bauchmuskeln? Ließ sich gar nicht so recht definieren.

Gut ging es mir also nicht, aber ich hatte ja volles Programm. Kamera, Notizblock mit meinen Fragen für das Interview heute, alles war schon gepackt, ich hatte den Helm in der Hand und stand in der Tür, als offensichtlich wurde: kein Bauchmuskelkater, speichübel war mir! So entsorgte ich den Salat vom Vorabend im Bad.

Am liebsten wäre ich ins Bett gegangen, aber ich musste los. Das Treffen mit den Plauderstundendamen war um 12.00 Uhr und das Essen vorbestellt. Ich guckte das nur an und merkte, dass mein Magen das nicht annimmt.

Um 14.00 Uhr ging es dann zu einem kleinen Park, wo wir uns mit Hr. Dr. Sukit trafen. Ein wirklich sehr bemerkenswerter Mann! Hier, hinter dem kleinen Park, gibt es noch ein letztes Stückchen Sumpfland mit Mangrovenbestand. Dr. Sukit und mehrere Leute aus dem kleinen Wohngebiet dort reinigen alle 14 Tage den Sumpf vom ständig wachsenden Müllbergen. Von ihren Reinungsaktionen haben sie ein paar Bilder zusammengestellt.

Ao

Diese Bilder stammen von Dr. Sukit und spiegeln den Alltag in Südostasien wider. Egal wo man auch ist, man muss sich nur bücken, um säckeweise Müll einsammeln zu können. Es ist wirklich traurig, wie wenig Verständnis Thailänder für ökologische Zusammenhänge haben und deshalb ist es besonders ermutigend, Menschen zu treffen, die sich tatsächlich von sich aus für Verbesserungen einsetzen.

Es hat sich sogar eine kleine Nachbarschaftsinitiative gefunden, die nun gemeinsam versucht bei der Regierung Unterstützung für Ihr Projekt zu bekommen. Hier seht Ihr die Helden:

AO_Gruppenbild

Dr. Sukit ist der Mann mit den Bildern im Arm, rechts neben ihm steht ein Herr der Regierung, der unserer Begehung beiwohnte, ihm obliegt es nun an höherer Stelle für Unterstützung zu bitten. Entsprechend enthusiastisch folgten wir auch unserem Führer, damit der Herr Regierungsbeauftragter auch ja mitbekommt, wie toll wir das alles finden.

Allerdings fiel uns das schwer. Mangroven sind nunmal wirklich keine optische Sensation, vor allem nicht, wenn das ganze Umland einer Müllhalde gleicht. Und stinkt! Hier sind mitterweile einige illegale Wanderarbeiter aus Kambodscha auf die Idee gekommen, die Krebse aus den Mangroven mit Netzen zu fangen, um ihr erbärmliches Einkommen ein wenig aufzubessern. Die gefangenen Krabben kommen in Kanister und aus denen stinkt es. Wahrscheinlich ist auch der ganze Boden etwas modrig. Hui….

Auf der anderen Seite, zu der wir später gingen, sieht es dann schon etwas besser aus. Geplant ist ein Naturpfad, wie wir den in Rayong ja schon einmal gesehen haben. Aber das wird ein langer Weg!

Gut, ein Anfang ist gemacht und ich habe noch die harte Aufgabe vor mir, da einen sinnvollen Zeitungsartikel zu schreiben. Zum Glück habe ich noch eine Woche Zeit!

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