Oktoberfest

Zu den erstaunlichsten Erkenntnissen des Auslandsdeutschen gehört sicher der Umstand, dass Deutschland weltweit über das Oktoberfest definiert wird. Und dass Menschen, die im Echtleben nicht im Traum auch nur einen Fuß in Bierzelte setzen würden, sich just dort wiederfinden.

So kam es, weil Elfi anrief und fragte, ob wir zum Oktoberfest im Hotel Amari mitkommen würden. Das fand ich ganz toll und fragte Marc, der sich eher drücken wollte, aber mir zuliebe dann doch zusagte. Und kaum war der Samstag da, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Oktoberfest! Humpta-Musik, Dirndl, Bier, noch mehr Humpta… Nein, dachte ich hoffnungsvoll, nicht in Thailand! Das wird irgendwie anders, besser, exotischer, lustig, unterhaltsam!

So fuhren wir durch den mittlerweile dauergrauen Himmel, der ständig mit Regen droht, schwitzten auf dem Weg vom Parkplatz zum Festzelt ein wenig vor uns hin, um dann anzukommen in der Realität! Die Humptakapelle war schon bereit, die Bierbänke waren in blauweiß dekoriert!

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Das Buffet ließ an nichts mangeln: Schweinshaxe, Tafelspitz, Würste, Spanferkel, Brezeln. Letztere waren das Highlight schlichtweg!

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Die Kapelle gab alles! Rosamude, Schneewalzer, nennt es, sie spielten es! Marc, mit seinem rheinländischen Hintergrund war erstaunt, dass ich quasi alle Lieder mitsingen kann, aber ich darf das, ich bin Süddeutsche! Dafür kenne ich mich im Funkenmariechen-Genre nicht aus!

Solche Veranstaltungen zeigen natürlich schnell Ermüdungserscheinungen. Die Musik wiederholt sich, die ständigen Aufrufe zum Zuprosten und „einer geht noch“ langweilen! „Ois, zwoi, gsuffa“ hört sich auf dem Munde eines Norddeutschen auch eher dürftig an und spätestens bei der Polonaise möchte man fliehen! Aber wir lachen trotzdem!

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Das Publikum ist pattayatypisch eher in gesetzterem Alter, die Altherrenriege führt seine junge Thaidame ein bisschen Gassi. Das sorgt dann schon für Unterhaltung, aber meine Güte, so richtig vom Hocker haut das niemand. Nee, halt stimmt nicht! Für die Thaidamen ist das heute ein echt gelungener, exotischer Abend mit lauter fremdartigen Vergnügungen! Und den Humpen durfte man als Souvenir sogar mitnehmen!

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Eine Antwort zu Oktoberfest

  1. eckisupdate schreibt:

    Hallo Sandra,

    Das Oktoberfest war sicher gemütlicher und entspannter als das in München.
    Den Damen hat es doch gefallen, bei dem Burschen bin ich mir nicht so sicher.
    Thailänderin im Landhaus-Stil, das hat doch was.
    Und das Essen sieht auch gut aus.
    Gab es zu den Bretzeln auch eine „Rore Wurscht“?

    Na denn, Prost!!!
    Ecki

    Liken

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