Hobbiton

Marc is ja so ein Filmfan und deshalb war klar, dass wir nach Hobbiton gehen. Ich habe als Teenager die Bücher gelesen, klar. Wir haben auch alle drei Teile von Herr der Ringe, allerdings haben wir nie mehr als die erste Hälfte des ersten Teils angeguckt. Marc habe ich die grobe Geschichte erzählt, also an die wenigen Dinge, an die ich mich noch erinnere. Aber man soll sich ja nicht von Kleinigkeiten abhalten lassen, gelle!

Hobbiton ist das Areal, in dem das Auenland nachgestellt wurde. Wichtig war, eine Gegend zu finden, die putzig genug aussieht und wo man keinerlei oberirdische Stromleitungen findet. Das gibt es bestimmt an vielen Stellen von Neuseeland, aber sicher sind nur wenige so idyllisch gelegen. Dafür aber auch so unglaublich abgelegen!!!

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Wir waren ja in aller Früh hergefahren, weil wir noch in die erste Gruppe wollten, aber als wir kamen waren die ersten Busse schon ausverkauft und wir mussten bis 10.50 Uhr warten. Alle 5 Minuten fährt da ein ganzer Reisebus los! Dazwischen natürlich noch die Touren der Reisegesellschaften, Pauschalgruppen und VIP-Touren. Unglaublich! Zu Spitzenzeiten kommen da am Tag 3.000 Menschen!

Nach dem Erfolg von Herr der Ringe wurden ja noch die Hobbitgeschichten verfilmt. Die gesamten Requisiten und Aufbauten für die Triologie Herr der Ringe wurde nach dem Ende vernichtet, für der Hobbit musste alles nochmals angefertigt werden. Diesmal aber hat man richtige Gebäude bzw. Fronten hergestellt, weil man diesen Themenpark gleich mitplante.

Hier seht Ihr ein paar Impressionen der Filmkulissen:

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Wir hatten eine sehr nette Begleiterin, die die gesamte Geschichte der Filme und von Hobbiton kannte und viele Detailgeschichten erzählen konnte. 

So gibt es eine Filmszene unter einer Eiche. Leider gibt es in Neuseeland keine Eichen und so schnell lässt sich auch keine auftreiben. Also wurde das gute Stück aus Metall gefertigt und alle Blätter, auch aus Metall, mussten händig einzeln an dem Stamm befestigt werden. Dann stellte der Regisseur fest, dass die Blätter zu grün waren! Also wurden die Blätter wieder einzeln dunkler besprüht. Hier seht Ihr das Ergebnis der Bemühungen. Der Baum war auch bestimmt 10 Sekunden im Film zu bewundern 🙂

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Das Areal von Hobbiton ist wirklich klein, man wundert sich! Und die Menschen verlaufen sich so, dass es gar nicht richtig auffällt, wie überlaufen das eigentlich ist, bzw. sein müsste. Mir gefällt sehr, wie hübsch die kleinen Gärtchen vor den Hobbithäuschen sind. Es gibt 5 Gärtner, die gar nichts anderes tun, als die kleinen Gärtchen in Ordnung zu halten.

Die Häuschen selbst sind nur Fassade! Dahinter ist ungefähr 1 – 2 Meter Platz, wenn man die Türen öffnet, dann findet man dahinter Kisten mit Regenschirmen, damit niemand im Regen stehen muss. Die Schauspieler gingen in die Türe hinein, der Rest wurde dann in einem Studio in Wellington gedreht. 

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Ansonsten gibt es noch ein paar englisch anmutende Häuslein zu bewundern. Obwohl Neuseeland mehr Schafe als Einwohner hat, wurden extra aus England Schafe einer alten englischen Rasse geholt, weil die authentischer seien. Arme neuseeländische Schafe sind zu modern. Da seht Ihr mal, an was so ein Regisseur alles denken muss 🙂
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Zu guter Letzt kommt man noch zu einem wunderschönen Pub mit Reetdach! Dort kann man sich noch ein Bier genehmigen, das ist im Preis inbegriffen. Ich wollte ein Cider und bekam das in genau dem Becher, für den man im Hobbitonladen 25 neuseeländische Dollar zahlen soll. Die haben bestimmt massiv Schwund, wenn die abends nachzählen!

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Ich hatte mir diesen Ausflug nach Hobbiton ja sehr langweilig vorgestellt. Aber am Ende waren die 2 Stunden sehr kurzlebig. Die Geschichten über die Entstehung des Films haben mir sehr gefallen. Ein bissle schrullig und ulkig, aber die Gebäude sind alle so liebevoll gestaltet und mit so viel Sorgfalt und Liebe fürs Details gefertigt, man merkt richtig, dass hier Herzblut drin steckt.

Es wäre echt schade gewesen, wenn wir uns das nicht angeguckt hätten!

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