Der Sommer naht

Mittlerweile ist es wieder kaum auszuhalten. Die Temperaturen steigen täglich und heute war es so widerlich im Wohnzimmer, dass Marc und ich freiwillig schon im Schlafzimmer sind, weil es aus irgendeinem Grunde hier weit kühler ist als drüben. Und der Sommer ist noch nicht einmal da. Dagegen ist so ein Winterabend ein reiner Spaß!

Wir zählen gerade die Tage bis Freitag, dann fliegen wir nach Hong Kong.

Nächste Woche ist das thailändische Neujahrsfest Songkran. Dabei werden traditionell die Buddhastatuen gereinigt und die jungen Menschen besuchen die Älteren der Familie und reinigen deren Hände mit etwas Wasser, das Gesicht wird mit weißer Paste bestrichen. So sollte das sein. Tatsächlich ist das Ganze aus dem Ruder gelaufen und insbesondere in wunderbar traditionellen Orten mit Massentourismus sieht das dann so aus, das z.B. in Naklua der gesamte öffentliche Verkehr eingestellt wird, weil lustig Feiernde aus Feuerwehrschläuchen das Wasser über die Menschen verteilen, bis jeder bis auf die Haut durchnässt ist. Ein echter Spaß also. Gleichzeitig herrscht im Norden Dürre, aber das soll das Partyvölkchen nicht weiter stören. Die möchten einfach eine geschlagene Woche lang, 24 Stunden am Tag, Wasserspiele haben.

Auf jeden Fall sind wir in Hong Kong in Sicherheit, die Chinesen sparen ihr Geld lieber und belassen es bei rituellen Verbrennungen von Falschgeld für die Ahnen. Das geht schneller, ist günstiger und vor allem nervt es nicht so! Schließlich muss man da nicht eine Woche lang die Läden schließen, das würde einem Chinesen das Herz brechen.

Ansonsten passiert nicht viel. Renate ist nun auch nicht mehr hier und ich habe mich bereits beim Internationalen Frauenstammtisch angemeldet. So! Ich muss mich mehr ins Zeug legen. Neue Leute müssen her! Jawoll!

Am Samstag waren in wir Bangkok und haben tatsächlich Marcs Uhr repariert zurückerhalten. Nach nur 6 Monaten und 4 Fahrten in die Hauptstadt. Marc wollte mit dem Auto fahren und ich wollte schon immer zu GPX Racing gehen, das ist die Firma, die mein Moped hergestellt hat. Wir fanden den Laden tatsächlich, aber anstatt Zubehör und englischer Informationen bekamen wir lediglich die neuen Modelle zu sehen. Zum Glück ist die GPX Demon zu hoch für mich, das ist nämlich ein sehr hübsches Moped, sieht aus wie das Kind einer Ducati! ich wollte schon immer eine Ducati 🙂 Ich könnte hier eine Mopedsammlung beginnen. Ich überlege schon den Bau einer extensiven Mopedgarage daheim, ich weiß nur gar nicht, wo die hin soll. Marc träumt von einem anderen Moped, einer Stallion, ein hübsches Retroteil. Mir schwant Übles, ich muss dem TÜV schreiben, was so ein Vollgutachten kostet, hoffentlich ist das recht teuer und schützt uns vor weiteren Dummheiten!

Wr ließen den Wagen dann an einer BTS Haltestelle stehen und fuhren mit der Bahn weiter. Der Verkehr in Bangkok selbst ist die Hölle! Die Mischung aus mittelalterlichen Gassen, vollgestopft mit kleinen Imbißwagen, Müll, parkenden Autos und allerlei Verkaufsständen machen die Passage für ein Auto zum Nervenkrieg. Dann doch lieber 20 Cent für die Bahn ausgeben, gelle! In dem Kaufhaus angekommen, traf uns erst einmal der Schlag, weil der ganze Uhrenladen fort war, dort wurde in großen Stil umgebaut. Wir gingen eine ganze Weile ratlos herum, bis ein Angestellter uns den Weg weisen konnte. Ich hätte ja gelacht, wenn das ganze Geschäft mitsamt der Uhr getürmt wäre 🙂

Wir gingen noch ein bisschen herum und machten ein paar Caches, aber bei der Hitze ist das auch kein reines Vergnügen mehr.

Am Sonntag wollten wir ursprünglich in die Berge, aber ich hatte null Lust. Marc hatte auch kein großes Interesse mehr. Zu warm. So hingen wir zu Hause herum, nur am Nachmittag schleppten wir uns in den Pool. Dort ist mittlerweile das Wasser bei Badewassertemperaturen angekommen. Interessanterweise war es genau vor einem Jahr gefühlt so unglaublich heiß, dass wir beide keinerlei Abkühlung empfanden. Nun sind wir so akklimatisiert, dass man einen Hauch von kühl erkennen kann. Mir graut dennoch vor dem Sommer.

Nun überlege ich mir einen neuen Desktop zu kaufen, der alte ist wirklich defekt. Marc möchte einen koreanischen MP3-Spieler kaufen, weil es in diesem Haushalt so schnell keine Appleprodukte mehr geben wird. Da können wir uns ja in Hong Kong umsehen. Und endlich vernünftig essen gehen. Kühler soll es auch sein. Ein bisschen voller wahrscheinlich auch, aber dafür wieder etwas interessanter.

Nur noch 5 Tage. Heute habe ich Cherry Taxi, dem Taxiunternehmen unseres Vertrauens geschrieben, die sollen uns nach Bangkok zum Flughafen bringen und nach einer Woche wieder abholen. Aber das wird so nicht klappen, ich habe beide Termine in eine Mail geschrieben. Das war zuviel. Nun wurde mir die Abholung vom Flughafen bestätigt. Ich bin selbst schuld, es ist einfach sicherer solche Termine schrittweise zu organisieren. Erst die Fahrt zum Flughafen ordern und bestätigen lassen. Nach Ankunft in Hong Kong die Abholung von Bangkok organisieren. Nun werde ich endlose Erklärbär-Emails an Cherry schreiben müssen, bis dort kapiert wird, dass es sich um zwei verschiedene Termine handelt. Gut, selbst schuld. Aber wenigstens kann Cherry Taxi überhaupt ein wenig Englisch, die meisten können gar kein Englisch. Klar, ist ja auch ein Ort, der vom Tourismus lebt, warum sollte man sich da mit Fremdsprachen belasten nicht wahr!

So, nun geht es weiter im Blog, die Erkältung ist überwunden, alle Abschiede erledigt, der Alltag hat uns wieder!

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