Hongkong – Ein Tag auf Lantau

Wir hatten so die Nase voll von Kaufhäusern und wollten ein bisschen in die Natur. In Thailand ist es nicht sehr einfach eine kleine Wanderung zu machen, es ist zu heiß, zu schwül und die Wege oft sehr anstrengend, weil völlig unbefestigt. Und wir wollten nur ein spazieren gehen! Zumal hier einfach nur deutsche Sommertemperaturen herrschen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie toll es ist, nicht schweißgebadet herumzulaufen.

Wir nahmen die Seilbahn bis zum großen Buddha auf Lantau. Die Bahn startet erst um 10.00 Uhr, aber wir waren schon um 09.30 Uhr vor Ort. Zum Glück, wie sich herausstellte, denn da wartete schon eine lange Schlange! Das hätten wir nicht gedacht!

Die Fahrt mit der Bahn war wirklich lang und wir staunten schon über die Hügellandschaft, über die wir ja auch zurücklaufen wollten. Am Boden konnten wir den Verlauf unserer Route ansehen und eigentlich hätte ich mich da schon gerne gedrückt. Puh! Aber Marc wollte nichts davon hören, er freute sich schon! 

Lantau1

Man sieht den Buddha schon, wenn man aus der Bahn schaut. Er ist riesig und thront hoch über dem Berg. Darum herum sind natürlich Gaststätten und Souvenirläden. Aber wer aus der Innenstadt kommt, hat mittlerweile eine gewisse Allergie gegen Läden entwickelt. Man guckt schon gar nicht mehr in die Auslagen!

lantau2
lantau5
lantau3
lantau4
In der Ferne sahen wir schon den ersten Hügel über den wir laufen würden. Der Weg wurde ursprünglich zur Wartung der Seilbahn entlang deren Verlauf verlegt und später als Wanderweg geöffnet.

lantau6

Der Weg ist wunderbar ausgeschildert. Die Strecke ist in 27 Abschnitte geteilt, jeder Abschnitt in 31 kleinere Einheiten. Keine Ahnung, auf welchem System dies basiert, aber am Rand des Weges sind silberne Schildchen zu sehen, auf denen die Abschnitte so abzulesen sind. Sollte man verunglücken, so könnte man, vorausgesetzt man hätte eine Sim-Karte, um Hilfe rufen und könnte exakt die eigene Position angeben. Gar nicht schlecht. Organisiert sind sie ja!

lantau8

Offensichtlich kommt es oft zu Bränden auf diesen Bergen, überall sind Ständer mit dieser Art Besen, die man benutzt, um Flammen auszuschlagen.

lantau9

Hier, am Anfang des Weges lag auch diese Kuh. Völlig bewegungslos lag sie da und hätte sie nicht müde den Kopf angehoben, hätte ich geglaubt, sie sei nicht mehr unter den Lebenden. Warum das Tier so apathisch da lag, sollte sich uns dann später erschließen.

lantau7

Zuerst ging es wieder bergauf. Ziemlich lange sogar. Die Kabinen der Seilbahn waren fast immer über uns und es ist ganz erstaunlich, wie gut man die Unterhaltungen und das Lachen der Menschen darin hören kann. Da wir in Thailand ja kaum zu Fuß für längere Strecken unterwegs sind, von den Ausflügen nach Bangkok mal abgesehen, war dies schon eine rechte Herausforderung für uns.

lantau11

Irgendwann waren wir so hoch oben, dass wir den Buddha aus der Höhe fotografieren konnten!

lantau21

Und immer, wenn man einen Hügel erklommen hat, dann sieht man den Streckenverlauf, ein einziges auf und ab.

lantau12

Hier trafen wir eine weitere Kuh, die uns auf den steilen Stufen auf, ihren kleinen Hufen gefährlich schwankend entgegenkam. Kein Wunder lag die Kollegin so erschöpft auf der kleinen Wiese am Ende des Weges.

lantau17

Ein freundliches Schild wies uns darauf hin, dass wir noch weitere Überraschungen erwarten durften. Denn hier begann wohl erst der steile Teil. 

lantau19
lantau13lantau14
lantau15

Ein ganzes Stück weit konnten wir auf den Flughafen sehen. Das war zwar laut, aber auch sehr interessant zu beobachten, wie die Flugzeuge in Schlange stehen, um starten zu können. Alle paar Minuten landet oder startet ein Flieger, wie lebhaft es hier zugeht hatte ich mir nie klargemacht.

lantau18lantau20

Wir haben diesen Tag sehr genossen! Es erinnerte sehr an daheim, wo man trotz der großen Anstrengung nicht klatschnass nach Hause kommt. Zumal wir ja auch ausgesprochenes Glück mit dem Wetter hatten. 

Allerdings waren die letzten Kilometer dann wirklich anstrengend, weil es ständig steil bergab ging. Ich konnte den Muskelkater beim Entstehen direkt fühlen. Und meine armen Knie! Um ehrlich zu sein, diesen „Spaziergang“ durfte ich die nächsten 3 Tage schmerzhaft fühlen. Meine Wadenmuskulatur war so etwas von überfordert. Ich werde von nun an in Pattaya den Fahrstuhl nicht mehr benutzen. Junge, ich glaube, meine Wadenmuskulatur wurde schon lange nicht mehr bewegt 🙂

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s