Halbzeit

Hier sitze ich nun. Es ist kalt, es regnet, ich habe einen dicken Schal um den Hals gewickelt, trinke Tee und lutsche die, von der Freundin verschriebenen Ingwerscheiben als natürliches Antibiotikum. Ehrlich gesagt friere ich auch ein bisschen. Hin und wieder lässt der Himmel ein blaues Eckchen aufblitzen, ab morgen soll es ja schöner werden.

Ich habe echt eine Menge erlebt! Landau war einfach wunderschön, der Aufenthalt bei den Freunden so wohltuend. Ich habe lange Spaziergänge durch den Pfälzer Wald gemacht, und es war einfach zauberhaft. Man vergisst, wie wunderbar der Wald auf einen wirkt.

Danach war ich bei Mihaela in München und habe mich immens gefreut, wie gut ihre Rückkehr funktioniert hat und wie wunderbar ihr Umfeld sie aufgefangen hat. Deutsche neigen dazu, ihre Umwelt als kalt zu empfinden, so erstaunt mich die ungemeine Hilfsbereitschaft sehr. Vieles liegt an einem selbst, und Mihaela bekam zurück, was sie säte. Dennoch war ich sehr erleichtert, wenn man ständig Ratschläge gibt, ist man doch ein bisschen für den Weitergang verantwortlich.

München war auch ganz anders, als ich dachte. Also der Bayer als solcher 🙂 Viel umgänglicher als erwartet und als wir zu einer Geburtstagsfeier an einem See gingen und dies am FKK-Teil stattfand, wir Mädels bekleidet, der Rest halt nicht, war das so nett und unkompliziert, dass ich überlegt habe, dass man hier auch ganz gut leben könnte.

Nun bin ich in Stuttgart. Ich treffe viele liebgewonnene Menschen, und freue mich sehr, dass die Kontakte gar nicht abgebrochen sind, dass alles noch so ist, wie ich es verlassen habe. Vielleicht sogar besser, ich weiß es mehr zu schätzen.

Hier sitze ich also, gucke zum Fenster raus, nippe am Tee und bin froh, dass ich gekommen bin. Die Zeit reicht nicht für alles, was ich mir vorgenommen hatte, aber sie reicht, um meine Lebensrealität wieder mit dem, was ich in Pattaya erlebt habe, in Einklang zu bringen. Manchmal saß ich dort und fragte mich, ob meine Erinnerungen nur trügen. Tun sie nicht, es ist so schön hier!

Noch ein Liter Tee, noch ein bisschen Ingwer, heute Abend soll es chinesische Maultäschlein geben, nach all den Kässpätzle ist das eine willkommene Abwechslung, und morgen bin ich bestimmt wieder gesund. Schließlich kommt nun der Endspurt 🙂

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