Chiang Mai – Doi Suthep

Doi Suthep ist ein Tempel, der hoch über Chiang Mai auf einem Berg errichtet wurde. Er ist das Wahrzeichen Chiang Mais und ein Besuch ist eigentlich Pflicht.

Man kann eine kleine Kabelbahn nehmen, um das letzte Stück abzukürzen, oder man geht einfach diese paar Stufen hoch. Das dauert nur 10 Minuten und gibt dem ungeübten Besucher einen guten Einblick in die Fähigkeit des Körpers Schweiß abzusondern. Aber es ist ja schon November und es ist sozusagen kühl. Im April dagegen macht das richtig Spaß!

Die Treppe beginnt mit diesen wunderbaren Schlangenköpfen, die allen ungebetenen Besuchern die Zähne zeigen. Die kleinen Mädchen tragen Kostüme der Bergvölker, sicher aber nur um den Touristen als Fotomotiv für ein paar Baht zu dienen. Ich habe sie ganz offiziell betrogen 🙂

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Das Treppengeländer wird auf beiden Seiten von den Schlangenkörpern gebildet. Die Schuppen sind aus bunten Glassteinen und wenn die Sonne darauf scheint, so funkelt dies ganz wunderbar.

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Oben angekommen muss man erst einmal den Schweiß vom Gesicht wischen. Der Eintritt wird schnell abkassiert, ganze 30 Baht. Die Rückseite der Eintrittskarte fungiert gleichzeitig als Orientierungshilfe, man hat die ganze Anlage darauf abgebildet, sehr geschickt.

Von hier oben hat man auch einen einzigartigen Ausblick über ganz Chiang Mai. Es ist nach Bangkok die zweitgrößte Stadt Thailands.

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Vor dem Tempel kann man Dachziegel kaufen und einen Wunsch darauf schreiben. Damit wird später das Dach einer Tempelerweiterung gedeckt. Im Geld beschaffen sind die Mönche ungeheuer kreativ! So ganz ohne Kirchensteuer geht es offensichtlich auch!

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Für eine weitere Spende kann man sich auch segnen lassen.
Natürlich gilt dies auch für Touristen! Man muss vor Betreten des Tempels die Schuhe ausziehen und darf die wichtigste Regel nicht vergessen: NIEMALS mit den Fußsohlen auf einen Menschen zeigen und schon zehnmal nicht auf einen Mönch.
Man setzt sich vor den Mönch und macht dreimal einen Wai. Also Hände flach vor die Brust legen und leicht verbeugen. Richtig macht das kein Farang, es ist hierarchisch festgelegt, wie hoch die Hände und wie tief die Verbeugung ausfallen soll. Aber wenn Thais etwas sind, dann sind sie tolerant. Fast schon zu tolerant, wenn man mich fragt.

Auf jeden Fall hat sich dieser Mönch über absolut jeden gefreut, der kam und hat jeden strahlend gesegnet. Nur vom Zugucken fühlte man sich schon fröhlicher!

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Ich könnte hunderte Beispiele von Spendenmöglichkeiten geben. Zum Beispiel gibt es ein Besucherbuch, in das man sich eintragen darf. Ganz unauffällig ist dort eine Spendenbox. Selbst die Tempelkatze hat sich malerisch ausgebreitet und lässt sich mit Scheinen und Münzen überhäufen, während sie schnurrend schläft.

Alle Chinesen, insbesondere die Damen, scheinen die große Katzenliebe entdeckt zu haben und ich musste anstehen, um dieses Bild machen zu können. Und thailändische Hunde und Katzen sind einiges gewöhnt, die weckt so schnell nichts!

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Natürlich ist der Wunsch eines Sterbenden so nahe an Buddha wie möglich zu sein, weshalb sich Begüterte auch gerne in Tempeln bestatten lassen. In Thailand gibt es nur Feuerbestattungen und die Asche wird dann in kleinen Gefässen aufbewahrt, die hinter einer Fliese eingeschlossen wird. Oft sind es auch gleich Familiengräber.

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Und man muss auch kein Thailänder sein.

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So, nun genug der Details, Ihr wollt ja auch mal die Schönheit des Tempels bewundern können!

Doi Suthep besteht aus Gebäuden, die um einen wunderschönen Innenhof herum gebaut wurden. Die wirkliche Schönheit entfaltet sich im Innern. Allerdings sind Fotos schwierig, weil wirklich einige Besucher das beste Foto aller Zeiten machen wollen.

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Eine Trennung von Staat und Religion gibt es nicht, der König ist überall. Und als ich dieses Foto genauer ansah, stellte ich fest, dass es ein recht lustiger Beweis der Allgegenwart der Chinesen ist.

Auch hier spielt einer „Fotobomb“. Könnt Ihr ihn finden?

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