Surin – Elefantenfrühstück

In Surin findet jedes Jahr ein Festival für Elefanten statt.

In früheren Zeiten war Surin die Hochburg der Ausbildung für Arbeitselefanten, leider gibt es die Tiere in der Land- und Forstwirtschaft keine Verwendung mehr. Nun müssen Elefanten und ihre Besitzer umlernen und ihr Auskommen im Tourismus finden.

Der Auftakt der Veranstaltung beginnt mit einer Ansprache, Tanzvorführungen, einer kleinen Parade, die am Höhepunkt des heutigen Tages endet: dem 400 m langen Tisch für das Elefantenfrühstück!

Zudem findet wird heute der durch Surin gehaltene Weltrekord eingestellt: diesmal sollen mehr als 300 Elefanten am Frühstück teilnehmen!

Das wollten wir natürlich alles unbedingt live erleben und sind gestern mit dem Auto hergefahren! Vor einem Jahr wollte ich schon kommen, aber da hatten wir uns die Anfahrt mit dem Auto noch gar nicht recht zugetraut, mittlerweile sind wir ja Verkehrsveteranen. Zudem war die Strecke echt leicht zu bewältigen. Dennoch brauchten wir für weniger als 500 km geschlagene 8 Stunden.

Unser Hotel konnten wir auf Anhieb auch nicht finden, weil es nur auf Thai ausgeschrieben ist. Kein Schild, kein Hinweis auf Englisch! Wir fanden es am Ende nur, weil wir im Internet ein Bild gefunden hatten. Das ist aufschlussreich, denn das sagt einem schon, dass man mit englisch alleine hier nicht sehr weit kommt.

Das sollte schon heute Morgen bewahrheiten! Wir hatten ein Tuktuk bestellt und die Dame an der Hotelrezeption gebeten, dem Fahrer zu erklären, dass wir zu dem Festival wollten. Der brachte uns dann zu dem Stadion, in dem morgen die Hauptveranstaltung sein sollte, das aber völlig ausgestorben vor uns lag. Mit meinem besten Radebrechthai konnte ich ihm dann verständlich machen, dass wir zum Elefanten Restaurant wollen. Das hat er dann auch verstanden und brachte uns zum Anfang des Buffets.

Hier reiten die ersten Mahouts an dem endlos langen Buffet vorbei!

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Wir machten auch einen Elefantenritt mit und so sieht das Buffet von oben aus. Unser Elefant durfte natürlich auch stehen bleiben und naschen!

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So ein Elefant, der nimmt ja nicht nur eine kleine Gurke, da wird gerafft! Ganze Wassermelonen verschwinden in so einem Maul! Allerdings waren das heute recht kleine Melonen 🙂

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Am Hauptveranstaltungsort wurde schon früh morgens ein Gruppenfoto der Tanzgruppe gemacht, wir mischten uns unter die Presseleute und knipsten eifrig mit.

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An der großen Tribüne war ein weiteres, sehr wunderbar ausgestattetes Buffet angerichtet worden. Nach der Veranstaltung war es ein Ort der Verwüstung.

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Hier seht Ihr eines der wundervoll hergerichteten Körbchen! Am liebsten hätte man sich selbst darüber hergemacht.

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Es folgte der Einzug der Tänzerinnen, Blaskapellen und einer kleinen Parade!

 

 

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Es gab sogar die Krönung der Gewinnerin einer Misswahl, einer Elefantenkönigin sozusagen.

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Ansonsten sah man Elefanten, wohin man auch guckte! Kleine, große, riesige! Am Anfang waren wir noch vorsichtig und wollten den Tieren nicht zu nahe kommen, aber das war aussichtslos, sie waren überall.

Einmal fühlte ich einen starken Luftzug, es waren die Ohren eines Elefanten, die mich fast berührten. Am Ende gingen wir, so wie alle anderen Besucher auch, ganz sorglos zwischen ihnen hin und her.

Natürlich holte jeder Gemüse vom Buffet und fütterte die Elefanten damit.

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Besonders die Jungtiere sind so drollig! Und die Mahouts versuchen kleine Tütchen mit Zuckerrohr zum verfüttern an dem Mann zu bringen. Die Tütchen kosten nur 20 Baht und es ist ein rechter Spaß, wenn die kleinen Elefanten ihre Minirüsselchen herüberreichen!

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Manche Elefanten haben auch Segnungen von Mönchen erhalten.

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Die Mahouts fand ich sehr cool. Sie sitzen auf dem Nacken der Tiere, die Kommunikation läuft über die Füsse, Worte und einem Stock mit Haken daran. Der Stock sieht wirklich aus wie eine Spitzhacke, aber offensichtlich dient sie nur zum pieksen.

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Es gibt unter den Thais auch wahnsinnig interessant aussehende Menschen. Dieser Herr sah ein wenig aus wie ein alter Gelehrter, man wartet darauf, dass er seine Bücher, Feder und Tusche aus einer Tasche zieht.

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Und dieser Mahout sieht eigentlich aus, als wäre er an jeder Uni einer der Freidenker, nicht wahr?

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Die ganze Innenstadt war voller Elefanten, Menschen drängten sich, Essenstände überall! Wir hatten uns das irgendwie gesitteter vorgestellt, mit schöner Trennung zwischen Akteuren und Publikum.

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Aber dieser Herrn durfte dann wirklich erfahren, was es heißt dazuzugehören! Denn nach dem Buffet bedienten sich alle an den übriggebliebenen Früchten. Die Mahouts hatten große Körbe dabei und sammelten tüchtig ein. Hausfrauen hatten ihre Taschen und füllten die fröhlich! Wir sahen Soldaten zu, wie sie die für Elefanten angedachten Wassermelonen vertilgten, Kinder bekamen Gurken, Männer stapelten Maiskolben.

Aber dieser Rikschafahrer war gar nicht zu bremsen! Während sein Kunde damit beauftragt wurde, die eroberten Wassermelonen zu bewachen, lud er hinten noch weitere Melonen in die rote Kiste. Und er lachte so glücklich! Der Franzose in der Rikscha nahm es mit Humor.

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So, das war der erste Tag in Surin! Morgen geht es in einem Stadion weiter!

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