Myanmar – Amarapurna

Wir hatten im Hotel einen Taxifahrer gemietet, der uns zu 4 Sehenswürdigkeiten bringen sollte.

Marc wollte unbedingt die schwerste funktionierende Glocke der Welt sehen, die Mingunglocke.

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Gleich daneben steht der unvollendete Bau der Mingunpagode, die mit 152 m die größte Pagode der Welt werden sollte. Tatsächlich wurde nach dem Bau der Basis mit 72 m die Arbeiten eingestellt, da 1919 der König verstarb. Sicher zur Erleichterung der gesamten Bevölkerung 🙂IMG_2170

Man kann das Bauwerk auf eigene Gefahr besteigen und man sieht die Spuren der Zeit und offensichtlich auch einiger Erdbeben, oben durchlaufen tiefe Risse das Mauerwerk.
Und natürlich gibt es dort auch viele einheimische Besucher!IMG_2197

Außerdem hat man einen wunderbaren Blick auf das Umland und all die anderen wunderbaren Pagoden!IMG_2184

Hier noch gleich ein Bild eines der vielen wundersamen Gefährte, die wir während der Reise entdecken sollten.IMG_2173

Weiter ging es nach Sagaing, wo sage und schreibe 600 Pagoden auf den kulturbeflissenen Reisenden warten. Als buddhistisches Zentrum beherbergt es unzählige Mönche und Nonnen.

Als Highlight gilt hier die U Min Thonze-Pagode. Sie ist halbkreisförmig erbaut und erinnert ein wenig an europäische Königshäuser. Innen findet man dann 45 golden gekleidete Buddhas.IMG_2204IMG_2208

Und hier begegneten wir auch zum ersten Male der Sockenpolizei! In Tempeln muss man immer die Schuhe ausziehen, aber in Thailand kann man schummeln und die Socken anlassen. In Myanmar geht das nicht!

Es gibt immer einen Sockenpolizisten, der mit drohendem Finger mahnt, auch ja die Socken auszuziehen. Bäh! Wo wir überall durchgelaufen sind! Tauben-, Affen- und Fledermauskot, rote Betelspuckpfützen, ach man mag nicht dran denken. Zum Glück hatte der beste aller Ehemänner eine dicke Packung Feuchttücher dabei!

Ganz interessant war auch, dass man für größere Spenden (also für Myanmarer Verhältnisse größer, ich glaube mit 50 Dollar wäre man dabei), in den Tempel Tafeln mit dem eigenen Namen erstellt und in die Wand eingelassen werden. Schick, oder?IMG_2211

Hier noch die Ansicht ein paar der 599 anderen Pagoden.IMG_2227IMG_2261

Auch interessant war der Einblick beim Mittagessen der Mönche. Das ist ein wenig zur Touristenattraktion geworden, wir haben schnell 2 Bilder gemacht und sind gegangen. IMG_2257IMG_2259

Nun kamen wir zum eigentlichen Höhepunkt des Tages, die Fahrt nach Inwa. Unser Taxifahrer brachte uns zum Fluss, wo schon Boote auf Kundschaft warteten.

Wie in Südostasien üblich sind das kleine Bootchen und im Heck sind Automotoren befestigt, die die Schraube antreiben. Laut und stinkend ruckelt dann das Boot über den Fluss. Aber es hat einen Hauch von Abenteuer, wenn man auf dem Rand des Bootes zu seinem Sitzplatz balanciert!
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Am Flussufer herrscht reges Treiben! Ein Mann hat sein Pferd ins Wasser geführt und wäscht es, Frauen warten mit ihren Waren auf das nächste Boot, eine Dame wäscht sich und ihre Kleidung im Fluss. Es sind Bilder, die man eher aus dem Fernsehen kennt und die ganz irreal wirken, wenn  man dann selbst davorsteht.IMG_2284IMG_2370

Als wir auf der anderen Uferseite ankommen, staunen wir nicht schlecht! Lauter kleine Pferdewägelchen warten auf Kunden!
Diese Wägelchen sind nicht etwa für Touristen erfunden worden, sie gehören tatsächlich zum Alltag in Myanmar. In allen Dörfern und Kleinstädten konnten wir sie sehen! IMG_2367

Es war auch recht günstig und wirklich lustig! Marc musste wegen der Gewichtsverteilung neben dem Kutscher sitzen und ich machte es mir hinten bequem. Sag ich jetzt mal so! Denn tatsächlich hüpft das Wägelchen ganz schlimm und man wird so richtig durchgeschüttelt!
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Zu sehen gibt es, Ihr ahnt es: Pagoden und Tempel. Wirklich wunderschöne, sogar einen ganz aus Teakholz gebaut. Wollt Ihr die Namen wissen? Nein? Dachte ich es mir doch 🙂

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Keine der Straßen ist befestigt und es herrscht doch recht viel Verkehr zwischen all den Dörfchen! Aber es ist ein wunderbarer Ausflug und macht total Spaß! Es gibt sogar ein Dorf, das Seidenstoffe herstellt und man „muss“ sich das ansehen! Und am besten auch gleich was kaufen!
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Am Ende verabschieden wir uns von unserem Pferdchen und gehen in Richtung Fluss, wo unser Boot ja auf uns wartet.IMG_2365IMG_2369

Die letzte Station ist dann ein paar Kilometer weiter, die U Bein Brücke, die längste Teakholzbrücke der Welt. Die Faszination mit dieser Brücke erschließt sich mir nicht so recht, aber sie ist als Fotomotiv sehr begehrt, insbesondere bei Sonnenuntergang. Solange wollten wir aber nicht abwarten, deshalb hier mein Bild ohne Sonne.
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Aber da alle Welt ab 17 Uhr auf die Brücke zuströmt, haben die schlauen Myanmarer sich gleich das richtige Geschäftsmodell einfallen lassen! Hier kann man Stühle mieten und auf die Sonne sehr bequem warten. Und so ein Tischlein für eventuelle Speisen und Getränke kann ja auch nicht schaden! IMG_2422

Mir persönlich hat die Stimmung am Fluss gefallen. Boote liegen bereit, um die Sonnenuntergangsfotografierwilligen ihrem Ziel näherzubringen, während die Fischer damit beschäftigt sind ihren Tagesfang abzutransportieren.
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Und als wir gehen, da zeigt sich die ganze Diskrepanz des beginnenden Tourismus! Wir wir ja auch, haben sich viele Leute ein Auto mit Fahrer gemietet, so daß sich jede freie Ecke mit Fahrzeugen füllt. Und der Bauer hat schon Probleme seine Kühe durch all die Wagen und die Verkaufsbuden, die gerade aufgebaut werden, zu treiben.
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Dies war einfach wunderschön und hat uns sehr, sehr gefallen!

Ihr findet, ich zeige Euch zu wenig Pagoden, wo doch Myanmar das Land der Pagoden schlichtweg ist? Stimmt. Aber die kommen noch. Ganz viele. Ihr müsst nur warten!

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