Myanmar – Bagan

Tempel? Ja! Tausende! Auf 36 km² findet man hier Überreste einer ehemaligen Königsstadt und über 2.000 erhaltene Tempel! Die Geduld hat sich gelohnt!!

Wir fuhren von Bagan aus mit dem Bus, da eine Fahrt mit dem Schiff auf dem Irrawaddy 12 Stunden gedauert hätte, so waren es nur 5. Es war sogar relativ bequem, die neuen Straßen machen einen riesigen Unterschied! In 2 Jahre alten Reiseberichten findet man Schilderungen über mühsame Stunden auf löchrigen Pisten.

Ich hatte ein Hotel ausgesucht und schon gebucht, auf dem Weg dorthin sank uns jedoch der Mut! Es lag so weit außerhalb, dass selbst für einen Restaurantbesuch ein längerer Treck fällig geworden wäre.

Umso toller war dann die Entdeckung, dass unsere Herberge E-Scooter anbot. Diese kleinen Elektroroller sind nicht nur leise, sondern haben sogar einen ziemlich guten Anzug und man fliegt förmlich über die Straßen!

Ansonsten kann man noch Fahrräder mieten, zu Fuß gehen oder ganz wundervoll mit einen Pferdewägelchen die schönsten Pagoden besuchen und am Folgetage ein Moped nehmen.

Man kann sogar mit einem Ballon fliegen! Bei einem Preis von 380 $ pro Person haben wir davon aber Abstand genommen. Da gucken wir uns lieber Steinheim von oben an!

Eine tolle Aussicht hat man auch von den Tempeln, die man beklettern kann.

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Während des Tages ändert sich die Beleuchtung dramatisch! Morgens liegt auf allem ein leichter Dunstschleier und Nebel wallen über den Gebäuden, die da so verlassen in der Ebene liegen. Mittags brennt die Sonne auf den verdörrten Boden und ich bin einmal mit dem Scooter in einer Sanddüne stecken geblieben! Die gesamte Region ist sehr sehr trocken!

Wir durften morgens und nach Sonnenuntergang ein fast Vergessenes Phämonen erleben, man nennt es Kälte! Fast glücklich fuhr ich Abends im dunkeln mit Gänsehaut und dem Bedürfnis nach einer Jacke zurück. Und erst am dritten Tag nahm ich einen dünnen Pulli mit, weil wir ans andere Ende der Ebene fuhren und der Rückweg echt jämmerlich kalt war.
Gänsehaut! Schee wars!IMG_2789
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Bei den meisten Tempeln ist man ganz alleine, bei den bekannteren sieht man natürlich andere Touristen, aber es ist wahrlich noch ganz weit von überlaufen entfernt! Selbst der schönste Tempel von allen, der Ananda, war wunderbar zu erkunden, ohne Reisegruppen mit Schirmträger vorneweg abwarten zu müssen.
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Der Anandatempel ist auch von innen wunderschön!
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Momentan laufen Restaurierungsarbeiten. Das gesamte Gerüst ist eine waghalsige Konstruktion aus Bambusstangen, die mit Seilen zusammengebunden werden. Sogar Treppen sind innerhalb dieses Konstruktes eingebaut worden!

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Und der Tisch mit dem Mittagessen der Bauarbeiter sieht auch etwas rustikal aus!
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Vor fast jedem Tempel steht ein Stein oder eine Tafel mit den wichtigsten Informationen. Es gibt viele Bücher mit exakten Angaben zu jedem Bauwerk.
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Der Aufbau der Tempel sieht vor, dass an jeder Seite der rechteckingen Gebäude ein Eingang ist, der direkt auf einen Buddha zuläuft. Innerhalb der Pagode sind alle Buddhas durch einen rechteckigen Gang verbunden.IMG_2580

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Natürlich wurden diese Pagoden über einen sehr langen Zeitraum hinweg gebaut, jeder König addierte ein paar dazu, so daß auch die Baustile recht unterschiedlich ausfallen!
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Man kann auch Abenteuer erleben! Dazu braucht man nur ein geeignetes Hobby und Mut!

Im Hsin Pyushin Monastic Complex gibt es eine versteckte Kammer! Und diese galt es zu entdecken. Einer der Zugänge war direkt schon unpassierbar geworden!IMG_2621

Der zweite Eingang war schnell gefunden und die Vorhut machte sich auf den Weg!
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Noch guckt er hoffnungsfroh!
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Wir mussten geheimnisvolle Gänge durchschreiten, die lange vor uns kein Mensch mehr betreten hatte!
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Immer wieder ging es um die Ecke, gebückt, fast kriechend, aber zu allem entschlossen bahnten wir unseren Weg! Unterwegs entdeckte Marc sogar verlorene Kunstschätze!
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Und endlich am Ziel! Der Blindgang endete hier und gab nach einigem Steinewenden endlich seinen Schatz preis!
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Seht Ihr die Kampfspuren auf dem Frosch mit der Maske? Jetzt hat der arme Kerl sogar Laufmaschen!

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So ganz alleine waren wir dann oft doch nicht! Außer geschäftstüchtigen  Souvenierverkäufern, die fröhlich Mingalabat, also hallo rufen, und die in allen Sprachen der Welt Preisverhandlungen führen können, gibt es noch andere Besucher der Tempel!
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Waren das genug Tempel? Wir haben noch ein paar Hundert auf Lager, sollte Bedarf bestehen!

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Eine Antwort zu Myanmar – Bagan

  1. Ecki schreibt:

    Hallo Sandra,

    Einen spannenden Bericht mit sehr schönen Bildern hast du uns aus Myanmar mitgebracht.
    Tempel in allen Ausführungen und eure Cache-Suche war nicht ohne. War das ein Bienen-Schwarm an dem Torbogen?
    Ich freu mich auf die nächsten Geschichten.

    VLG
    Ecki

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