Myanmar – Inle See

Wir fuhren mit dem Bus von Bagan nach Nyaung Shwe, mittlerweile braucht der Bus nur wenig mehr als 5 Stunden! Mit einer App hatte ich schon ein Hotel gebucht, diesmal auch schön im Zentrum und sehr nett.

Der Ort ist sehr auf Touristen eingestellt und lebt wohl hauptsächlich auch davon. Aber sehr, sehr nett! Wie wir die Abwesenheit von Reisebussen mit schnatternden Menschengrüppchen genießen!

Nyaung Shwe ist recht klein, mit mehreren Klöstern, vielen Hotels, noch mehr Restaurants, Reisebüros, einem bunten Markttreiben und ganz wunderbaren Ausblicken!

Hier seht Ihr junge Nonnen, die mit ihren Bettelschalen unterwegs sind. Die Schirme dienen dem Sonnenschutz.

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Die Fahrzeuge faszinieren uns immer wieder! Der Einbau der Motoren ist schlicht sehenswert!IMG_3108

Dennoch, oft denke ich, dass das, was uns als pittoreskes Motiv so anspricht, für die Menschen sehr harter Lebensalltag darstellt. Ich würde nicht tauschen mögen.

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Hier war Waschtag im Kindergarten.
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Es gibt sogar einen recht modern aussehenden Supermarkt, aber mir sind die bunten Lädchen einfach die liebsten.
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Der Inle See ist nicht sehr tief, dafür erstreckt er sich aber über ein weites Gebiet. Die Menschen haben begonnen Häuser auf Stelzen zu bauen und sich mit Booten fortzubewegen.

So entstand eine wunderschöne Kulturlandschaften aus See, Kanälen und innovativen Anbauflächen.
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Berühmt ist die Gegend für Ihre Fischer, die eine faszinierende Methode zum Fischfang entwickelt haben. Damit ein Fischer alleine eine Reuse ins Wasser lassen und dabei das Schiff noch steuern kann, nutzen sie eines ihrer Beine als dritte Hand.
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Wir machten natürlich die obligatorische Fahrt mit einem Bootchen quer durch viele Kanäle bis zum See selbst. Es ist unglaublich frisch auf dem Boot, solange die Sonne noch nicht hoch am Himmel steht. Der Fahrtwind schnitt richtig in die Haut. Ein hochwillkommenes Vergnügen 🙂

Die Seenlandschaft ist einmalig schön! Seht selbst!
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Und so reist man von Dorf zu Dorf! Die Häuser stehen förmlich im Wasser, jedes Haus besitzt Boote und man schippert nun von Haus zu Haus, befördert Waren oder Personen, auch Nutztiere und überall kann man Wasserhyazinthen bewundern, die wie Unkraut alles zuwuchern.
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Das Leben am See verläuft sehr einfach und die Lebensumstände sind eher hart. Ich wollte meine Wäsche nicht so waschen wollen.
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Man hat „Schwimmende Gärten“ entwickelt. Da der See nur 2 – 4 m tief ist, verwurzeln die treibenen Wasserhyazinthen sich im Grund. In diesen Wurzeln beginnt sich der Fluss-Schlamm zu sammeln und mit der Zeit entstanden hieraus kultivierbare Felder. So bauen die Menschen hier tatsächlich Gemüse und Obst mitten im See an.
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Wir machten auch immer mal wieder einen Halt in einem der Orte im See. Leider ist hier der Tourismus schon eher routiniert und wir waren sehr überrascht, als wir plötzlich von einer Verkaufsveranstaltung zur nächsten geschippert wurden. Aber gleichzeitig war es auch ein wenig drollig, weil die üblichen Hochdruckverkaufsgespräche noch nicht stattfinden.

In einem der Läden wurde erklärt, wie man aus Lotus Stoff herstellen kann, dort trafen wir unerwarteter Weise auf Frauen vom Stamm der Karen. Die Damen des Stammes bekommen Ringe um den Hals gelegt, immer wieder einen mehr, bis ihr Hals sehr lang erscheint. Allerdings wird hier nicht der Hals verlängert, sondern die Schultermuskulator wird nach unten gedrückt.
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Wir hatten darauf bestanden in das Dorf Indein zu fahren, weil dort alte Tempel stehen, die seit langem aufgegeben wurden und über einen besonderen Charme verfügen.
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Natürlich gibt es auch Klöster!
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Eines der bekanntesten ist der „Jumping Cat“ Tempel. Der Tempel der Springenden Katzen. Einer der Mönche hatte den Tempelkatzen beigebracht durch einen Ring zu springen und hatte damit eine gewisse Bekanntheit erreicht. Der alte Herr ist leider mittlerweile verstorben und seine Kollegen hatten wohl keine Freude an Dompteurarbeiten. Seitdem schlafen die Katzen ganz unbelästigt weiter 🙂

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Hier gibt es die Erstausstattung für Novizen.IMG_3527

Im Tempel selbst sieht man ganz wunderbare Holzschnitzereien und wunderschöne Altare und natürlich viele Buddhafiguren.
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Marc ließ es sich nicht nehmen, persönlich ein Goldplättchen auf einer Statue zu hinterlassen. Dies bringt ganz sicher Glück!!
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Und Stupas gibt es auch. Wie immer viele und schöne!
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Ein langer Tag macht durstig. Und Marc trinkt schlicht alle lokalen Getränke, egal wie widerlich die nach Kaugummi riechen!IMG_3808

Hier gäbe es noch so viele Bilder! Das Aussuchen war schwer! Wirklich!

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Eine Antwort zu Myanmar – Inle See

  1. verbalkanone schreibt:

    Und wieder mal so viele beeindruckende Fotos einer für mich total fremden Kultur und Lebensart. Vielen Dank fürs visuelle Mitnehmen, meine Liebe. 🙂
    Übrigens finde ich den Namen „Myanmar“ wunderschön. Das hat so etwas Geheimnisvolles und Exotisches …

    Liken

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