Eine Insel und ein Schatz

Auf heute haben wir uns sehr gefreut. Wir wollten mit unseren Cacherfreunden Sebastian und Dieter ein bisschen Bootfahren und einen Cache holen.

Leider musste Sebastian absagen, da er sich eine Magen/Darmgeschichte eingehandelt hatte. So holten wir Dieter am Friendship Supermarkt ab und wollten frühstücken gehen. Wir hatten jedoch nicht bemerkt, dass der Bäcker erst um 10.00 Uhr öffnet und standen vor verschlossenen Toren. Irgendwie doof, wenn der Tag so anfängt!

Unsere Suche brachte uns dann zum neuen Topsmarkt, wo wir notgedrungen eben Reis mit Fisch aßen. Dafür sind wir ja in Asien, gelle. 🙂

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg. Vor Ort war das Wetter ein wenig trübe, aber keine Regenwolken in Sicht!

Der Bootsverleih war in Betrieb und wir bekamen auch sofort 2 Schifflein zum äußerst günstigen Preis vo 2,50 € pro Gefährt! Uns wurden sogar Rettungswesten übergeben! Toll!

Am Strand war schon eine Menge los, hier sind fast nur Thais unterwegs, die Picknick machen oder laut kreischend auf Bananenbooten ihr Vergnügen suchen.

Hier seht Ihr Marc und mich bei der Feinplanung. Schließlich sollte man schlicht wissen, auf welcher Seite der Insel der Cache liegt. Und bei der gleissenden Sonne etwas auf dem Display eines Handys zu sehen, ist eine Kunst für sich.p1000736

Hier seht Ihr Marc und Dieter aus Antwerpen. Wir waren der Meinung, dass Dieter sich sehr gut mit Paddelbooten auskennt und er dachte, wir könnten das so richtig gut. Also waren wir direkt 3 Anfänger. Hinter den Jungs seht Ihr die Schatzinsel!p1000738

Hier könnt Ihr nochmal die andere Seite des Strands bewundern, mit den buntigen Bananenbooten. Die finde ich auch klasse, würde aber nie mitfahren. Da fehlt mir die Traute 🙂
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So machten wir uns fertig. Die Männer fuhren in einem Boot, sie stellten das Außenteam dar, das sich später irgendwie aus dem Boot, über Seeigel hinweg und an Haien vorbei, auf die Steine am Inselstrand kämpfen sollte.
Ich machte auf Nachhut mit eigenem Boot, denn jemand muss ja alle wichtigen Gegenstände trocken halten, nicht wahr! Die ungeheure Wichtigkeit meiner persönlichen Mission sollte sich erst später herauskristallisieren.

Wir steuerten über das wilde Meer. Gut. Nicht ganz wild. Eigentlich ging auch gar kein Wind, weshalb wir tapfer paddeln mussten. Aber wenigstens einmal, als das Bananenboot mit seiner juchzenden Fracht durchs seidenglatte Meer raste, da kamen endlich hohe Brandungswellen, also so kleinere halt. Egal, wir konnten mit vereinten Paddelkräften dagegen halten.

An der Insel selbst waren tatsächlich viele Felsen und wir mussten wirklich Acht geben. Der beste Zugang zum Land schien in einer kleinen Minibucht zu liegen, die wir auch ansteuerten. Die Männer waren auch flugs an Land und mein Auftrag lautete, einfach trocken zu bleiben.

Schnell waren die Jungs zwischen Felsen verschwunden und ich guckte zu, wie die Wellen ihr Schifflein hin und her bewegten, das ein bisschen gegen Steine schlug und dann wieder gelangweilt im Wasser pendelte. Das war mir zu ruhig.

Deshalb paddelte ich zwischen den Felsen aufs Meer, um mit besserem Überblick wirklich gute und zielführende Hinweise für die Suche zu geben. Irgendwann traf mich der strenge Blick meines Gemahls und ich dachte mir, es sei besser mich zu trollen und einmal nach dem zurückgelassenen Boot zu gucken.

Eine glänzende Idee! Denn das Schifflein war längst aus der Bucht herausgekommen und versuchte aufs freie Meer zu treiben. Ich wollte es mit der Hand zurückschieben, aber auf dem Wasser ist das ziemlich sinnlos, weil man das Boot zwar etwas bewegt, aber damit das eigene Boot ja auch in die entgegensetzte Richtung treibt. Ein Teufelskreis.

Nun, das Boot musste unbedingt zurück in die Bucht, sonst wären die Männer gestrandet. Das konnte ich einfach nicht zulassen! Also paddelte ich etwas weg, nahm meine ganze Kraft und Paddelkunst zusammen, düste auf das dumme Schifflein zu und rammte es. Das war prima, das hätte auch super geklappt, wenn da nicht a. die Welle und b. der blöde Felsen gewesen wären. Ende vom Lied war, dass durch den Stoß das führerlose Schifflein Fahrt aufnahm, die Welle kam und es mitriss, um es auf einem Felsen abzulegen. Super.

Es bedurfte mehrerer akrobatischer Aktionen mit dem Paddel, zum Teil setzte ich die Beine ein, um mich an Felsen abzustoßen, damit das doofe Ding vom Felsen käme. Irgendwann hatte ich das Paddel geschickt verkantet, stieß mich von einem Stein ab und, hurra, das Boot war wieder frei. Und ruckzuck hatte ich es zurück in die Bucht getrieben!

Währenddessen hatten die Männer an Land völlig entspannt die Steilwand erklommen und angeblich war das auch anstrengend gewesen. Marc sah auf jeden Fall so aus, während er der wichtigsten Aufgabe beim Cachen nachging: dem Eintrag ins Logbuch!
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Und hier seht ihr mich, die Bucht und das böse Boot! Mein völlig entspannter und harmloser Gesichtsausdruck voller Zuversicht, drückt eindeutig aus, dass niemals, niemals das Boot je in Gefahr gewesen wäre. Gelle.
Wie auch, ich habe ja darauf aufgepasst!p1000767

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4 Antworten zu Eine Insel und ein Schatz

  1. Dieter schreibt:

    Didn’t understand the whole thing but Inknow what happened and I lovend it !
    Thanks for this nice adventure !

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    • thaitonien schreibt:

      I wrote this in a funny way. I told how you guys got the cache whilst I almost lost your ship and had to drag it of the rock on which a wave had put it. Actuallly I was extremely lucky that I got it back into the water.
      We surely did have a great day and even I had my personal T5 action 🙂

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  2. GiWi schreibt:

    Das war ein richtiges Abenteuer, du hast das so toll beschrieben, ich habe es bildlich vor mir gesehen….. vielen Dank du Abenteuerin

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