Christo Rei

Wie Ihr gesehen habt, bietet Dili nicht allzu viel. Es ist eine recht unauffällige Stadt. Aber Osttimor ist für seine Christusstatue berühmt. Sie ist, nach der in Rio, die zweitgrößte Christusstatue, die übers Meer blickt. Nur mal so, gelle. Das ist schon was, oder?

Tatsächlich aber ist das Land sensationell schön! Das Meer ist blitzsauber und von wundervoller satter Farbe. Der Himmel so blau, bzw. so schwarz, ganz beeindruckend das Farbenspiel am Himmel. Die Hügel sind wunderhübsch.
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Eigentlich wollten wir ja gleich morgens losgehen, aber schon am Vortag war klar geworden, dass wir dringend Kopfbedeckungen brauchen! Ohne war unser Vorhaben nicht durchführbar. Deshalb war es auch schon ein wenig spät, als wir endlich mit dem Taxi losfuhren. Es waren zwar nur 6 Kilometer, aber wir wollten ja auf den Berg und es war heiß. Wir hatten ja schon Erfahrungen sammeln dürfen.

Der Weg zum Christo Rei führt an Gebäuden vorbei, in denen die Stationen Jesu Kreuzigung dargestellt werden. So kurz vor Karfreitag begegneten wir Gruppen von Gläubigen die singend diese Stationen abliefen und dort jeweils beteten.photo_2017-04-17_23-01-43

An der Statue angekommen stand leider die Sonne für Fotos denkbar ungünstig. DSC05775

Es gab aber noch einen Cache zu loggen und dafür brauchten wir ein paar Fotos. Die Kerze hatte jemand dort stehen lassen. photo_2017-04-17_23-01-49photo_2017-04-17_23-01-51

Nun galt es noch 2 weitere Caches zu finden. Diese waren im Hinterland versteckt und wir wollten einen netten Spaziergang daraus machen.DSC05796

Die Ausblicke sind einfach wunderbar! Oben auf der Hügelkette kann man auf beiden Seiten den Ozean sehen, wie er sich ins Endlose erstreckt. So ein wunderschönes Blau!photo_2017-04-17_23-01-45photo_2017-04-17_23-01-47

Das erste Versteck war ja noch ganz in Ordnung, der zweite Cache war dann furchtbar anstrengend. Diese Hitze! In Thailand bedeckt der Dschungel alles, da gibt es zwar viele Insekten und anderes Getier. In Osttimor wurde jedoch alles abgeholzt und die halbherzigen Versuche einer Wiederaufforstung reichen nicht aus. Es gibt keinen Schatten. Keinen!

Wir mussten auf den nächsten Hügel und ehrlich, hätte Marc nicht so enthusiastisch das Bergle erstürmt, ich wäre umgedreht. So schleppten wir uns auf den Gipfel und suchten den dämlichen Cache. Ich hätte den Owner am liebsten…. Aber wie immer, sobald man ihn hat, ist alles gut 🙂DSC05802photo_2017-04-17_23-01-53

Der Rückweg gestaltete sich dann als recht einfach, obwohl wir den Weg vom Gipfel auf dem Hosenboden herunterrutschten, es war derartig steil und voller Geröll. Wir hatten unten noch Wasser gekauft, aber wir standen unter jedem noch so kleinen, winzigen Sträuchlein, das ein wenig Schatten gab.

Marc hatte ein Handtuch für seinen Nacken mitgenommen und wir cremten uns immer wieder mit Sonnenöl ein. Das allerste Mal überhaupt. Sonst nehmen wir das Zeug eventuell mal mit, vergessen es dann aber. Zeitweise habe ich meine Arme unter dem Tshirt getragen, ich hatte den Eindruck, dass meine Haut bald Löcher eingebrannt hätte.

Dann kamen die Treppen! Man muss zum Christo hoch und dann auf der anderen Seite wieder runter. Meine Güte. Meine Beine! Als wir die Treppen hinunterliefen überlegte ich, wie in aller Welt wir nun ins Hotel kommen würden. Laufen? Oh bitte nicht!!!!!! Auf der anderen Seite sah ich kaum eine Chance auf ein Taxi.

Als wir aber zur Straße kamen, stand dort ein Microlet, einer dieser winzigen Busse, die hier den öffentlichen Transport übernehmen! Das kostete dann nur 2,50 US$ bis zum Supermarkt, bei dem wir literweise Getränke kauften. Der Weg zum Hotel und auf mein Bett war endlos 🙂 Vielleicht sollten wir doch mal anfangen Briefmarken zu sammeln!

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Eine Antwort zu Christo Rei

  1. Alexa schreibt:

    Der Frosch mit der Maske macht ja tolle Bilder. Da wird ja Lucy -Maus total neidisch. Viele Grüße von ihr, und natürlich auch von uns.

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