Sandakan

Zum Glück verließen wir Kota Kinabalu schon nach einem Tag wieder. Die Flugzeit nach Sandakan betrug nur 45 Minuten und unser Taxi brachte uns zum Hotel, das ca. 10 km vom Flughafen entfernt war.

Das Hotel selbst war 1 km außerhalb der Stadt und lag auf einem Hügel, weshalb wir tapfer in die Stadt hinunterliefen und abends ein Taxi nahmen. Es gab nämlich keinen vernünftigen Fußgängerweg dorthin. Wir waren wahrscheinlich ohnehin die Einzigen, die meinen in der Hitze durch die Gegend laufen müssen.

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Sandakans Innenstadt hat auch nicht sehr viel zu bieten. Eine der gesichtslosen asiatischen Städte voller Handyläden.

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Es war gerade Ramadan und am Abend füllten sich die Stände des Nachtmarktes mit Leckereien. In Malaysia mischen sich Malayen, Chinesen und Inder. So kann man hier zwar den ganzen Tag über essen, aber am Abend kommen die hungrigen Muslime und warten auf den Iftar, das tägliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang.

In den Geschäften ist das besonders nett, sobald aus den Lautsprechern der Ruf des Muezzin erschallt, erfolgt der Schichtwechsel. Kassen- und Verkaufspersonal wird von chinesischen Kollegen abgelöst und man sieht die hungrigen Angestellten, wie sie flink aus Taschen ihr mitgebrachtes Essen verspeisen. Die Meisten trinken erst einmal einen Liter Wasser! Da gehört schon eine ordentliche Portion Selbstkontrolle dazu!

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Viele Malayen kleiden sich noch traditionell, so kann man überall diese Kappen namens Songkok kaufen. Ich hätte Marc ja gerne eine gekauft, aber er sperrte sich.

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In Sandakan gibt es jedoch mehrere Spuren der Kolonialzeit, denen man noch folgen kann.

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Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist sicher das Agnes Keith House. Das Haus stammt noch aus der Kolonialzeit, die Amerikanerin Agnes Keith lebte ab 1934 dort mit ihrem englischen Ehemann. Sie geriet während des zweiten Weltkrieges in japanische Kriegsgefangenschaft und schrieb mehrere Bücher darüber.

Das Haus selbst ist wunderschön und gibt einen guten Einblick in das Leben der Kolonialherren. Vor allem, wenn man weiß, wie die einheimische Bevölkerung damals lebte, kann man über den Reichtum nur staunen.

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Daneben gibt es noch ein englisches Teehaus, wo man Kuchen essen kann und eine herrliche Aussicht über die Bucht hat.

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