Höhlentour Clearwater Revival

Ich hatte endlos die Angebote studiert und am Ende stand diese Höhlentour ganz oben auf meiner Liste! Die Clearwater-Höhle hat ihren Namen von dem kleinen Fluss, der quer durch einen Berg läuft und sich seinen Weg durchs Gestein gesucht hat.

Es begann auch sehr harmlos mit einer Bootsfahrt. Der Fluss führt direkt in den Berg hinein.

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Am Ufer sieht man die idyllischsten Landschaften und kleine Dörfer säumen den Weg.

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Nach ca. 40 Minuten kommt man an und nimmt den Weg der normalen Besuchergruppe zu der Clearwater und der Cave of the Winds. Hier gilt es in der schwülheißen Morgensonne 250 Treppen zu bewältigen.

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Oben am Eingang zur Clearwater setzten wir schon einmal den Helm auf, Marc hatte seine Kamera in einem wasserfesten Beutel dabei. Wir wollten ja alles dokumentieren.

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Hier ist noch der Teil, der ganz allgemein Besuchern zur Verfügung steht.

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Ab hier verließen wir den öffentlichen Teil der Höhle und kletterten hinunter zum Wasser.

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Ab hier mussten wir immer wieder das reissende Flüsslein überqueren und über Feldbrocken und Geröll klettern. Oft waren an Steilwänden Haken in die Wand eingelassen, so dass man sich an Seilen, die darin verliefen, entlanghangeln konnte.

Die Höhle sieht aus, wie ein riesiger Tunnel, das Wasser hat ganz unterschiedliche Felsen geformt. Dort, wo die Strömung lange und schnell entlanglief, ist der Fels abgerundet und glatt. Dort, wo die Strömung seltener oder langsamer lief, ist je nach Fels nur löchriges, scharfkantiges Gestein, das unter den Füssen nicht sehr vertrauenswürdig wirkt.

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Und immer wieder wurde der Fluss überquert. Aufgrund der teils starken Strömung und der beachtlichen Tiefe, mussten wir uns an Seilen festhalten. Außerdem ist der Fluss voller tückischer Steine, ständig droht man zu kippen oder sich den Fuß zwischen Felsstücken einzuklemmen.

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Immer wieder machten wir nach einer Überquerung eine kleine Pause. Ich brauchte die auch dringend, weil in der feuchtwarmen Höhlenluft meine Brille anlief. Das war so nervig, wie auch gefährlich.

Hier warteten wir, bis alle Gruppenteilnehmer den Fluss überquert hatten. Nun sieht dies ja wunderbar flach und einfach aus. Aber leider war der Untergrund völlig durchnässt und rutschig wie Glatteis.

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Hier konnten wir Fledermäuse hören, sie machen ein ganz eigenartiges Klickgeräusch und manchmal konnten wir sie als Schatten im Lichtkegel der Taschenlampen wahrnehmen. Auf jeden Fall kann man sie riechen 🙂

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Hier ist das letzte Bild, das Marc in der Höhle machen konnte, danach kamen richtige Klettereinlagen entlang einer Felswand. Die Seile hingen ziemlich durch, meine Brille war völlig beschlagen.

So kam es, dass ich nicht richtig sehen konnte, wie glitschig der Boden war und ausrutschte. Ich fiel zielgerichtet auf mein linkes Handgelenk und konnte richtig fühlen, wie sich die Knochen aufeinanderpressten. Unglaublich. Letztes Jahr hatte ich mir das rechte Handgelenk gebrochen!!!

Ich fühlte mein Handgelenk und war wirklich froh, weil meine Hand sich nicht, wie letztes Jahr einrollte, sondern die Finger blieben gerade. Wohl nur gestaucht. Allerdings machte es den Rest der Tour zum echten Spaß. Ich konnte die linke Hand wirklich nicht mehr nutzen, um mein Körpergewicht am Seil zu halten. So musste ich das dann einhändig machen. Eine Qual, wirklich.

Aber es gab ja keine Alternative. Ich war froh, als wir zum Endpunkt der Kletterei kamen.

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Allerdings ist diese Höhlentour eine Sackgasse. Den ganzen Weg, den wir bisher bewältigt hatten, mussten wir auch wieder zurück. Jedoch konnten wir lange Passagen im Fluss mit der Strömung schwimmend zurücklegen.

Ich hatte mir eine gute Strategie einfallen lassen. Der ganze Fluss ist voller Steine, oft lauern sie nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Riesige Blöcke liegen wild verstreut und unsichtbar dort. Wenn man darauf läuft, muss man weiterhin aufpassen, denn manche haben Löcher darin, in die schnell ein Bein durchbricht. Dann schneiden die scharfen Kanten böse ins Fleisch oder man holt sich heftige Prellungen. Aber ich habe mich in die Hocke gesetzt und lief so auf den Steinen, wie ein Kind beim Spielen. Wenn die Strömung dann zu stark wurde, fiel ich wenigstens nicht tief.

Teilweise mussten wir auch schwimmen. Die Führer erklärten uns, dass wir auf dem Rücken schwimmen sollten, mit den Beinen nach vorne gestreckt. Wenn wieder ein Fels unter Wasser kam, so hatte man eine gute Chance sich erst mit den Füssen abstoßen zu können. Wenn man das aber nicht schaffte, so wurde man von der Strömung gegen den Fels gespült und holte sich wieder Blessuren.

Also eigentlich Abenteuer pur. Aber ich war froh, dass ich meine linke Hand entlasten konnte, bis auf die wenigen Strecken, die schwimmend überwunden werden mussten.

Der Rückweg war ja wirklich schnell absolviert. Und am Ende war es wirklich eine super Sache gewesen. Wenn ich nur meine Hand nicht verletzt hätte, das war für mich ein echter Dämpfer. Aber offensichtlich nicht gebrochen, sonst wäre ich vor Ort verzweifelt.

Aber so waren wir pitschnass und glücklich! Ein toller Tag!

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