Brunei Darussalam

Der kleine Staat Brunei hat immerhin einen imposanten Namen. Dabei ist Brunei klein, echt klein. Aber da wir ja schon einmal in der Nachbarschaft waren, wollten wir uns das natürlich einmal ansehen!

Morgens wurden wir die 2 Kilometer zum kleinsten Flughafen der Welt gefahren, wo wir unseren Flieger ja auch kaum verpassen konnten. Gab ja nur den 🙂

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Der Flug ging nach Miri, einer Grenzstadt zu Brunei in Sarawak. Dort wollten wir mit dem Bus weiterfahren. Das war auch völlig einfach. Wir stiegen in ein Taxi, keine Preisverhandlungen notwendig, kein Feilschen, kein Verhandeln, das ist so schön in Malaysia, und wurden zur Busstation gebracht. Dort aßen wir noch etwas und fuhren dann gemütlich zur Grenze.

Auch der Grenzübergang war ganz einfach und da Brunei so klein ist, kann man es gemütlich in etwas über 2 Stunden durchqueren. Denn natürlich ist die Hauptstadt auf der anderen Seite.

So, hier waren wir nun. In der Hauptstadt Bandar Seri Begawan in Brunei Darussalam. Was will man mehr? Tolles Land, tolle Namen! Nur kein Taxi.

Ich sag mal so, überall in der Welt, egal wo wir waren, selbst in Ouagadougou in Burkina Faso, an jedem Busbahnhof waren bisher Taxis. Ganz viele sogar. Meistens wird man von wild entschlossenen Taxifahrern umringt, die am Koffer reissen, um den umworbenen Kunden ins Fahrzeug zu bugsieren.

In Bandar Seri Begawan nicht. Da war kein Taxi. Auch kein Taxistand. Da war einfach nichts. Niemand. Nada. Niente. Wir guckten dumm.

So entschlossen wir uns erst einmal einen Geldautomaten zu finden, Bargeld hilft immer. Das war schnell erledigt und es wurde langsam, aber sicher dunkel. Immer noch kein Taxi in Sicht. Wir beschlossen in ein Café zu gehen und dort darum zu bitten, ob man uns nicht ein eines rufen könnte.

Meine Güte, ich mache eine endlose Geschichte kurz. Ich telefonierte mit einem Taxifahrer, dessen Karte man mir gegeben hatte. Der war aber in Miri. Der Ober erläuterte dann, ich solle doch eine App herunterladen. Zum Glück gab es WLAN. Also bestellte ich in der App ein Taxi, aber dann sollte ich eine Kreditkarte eingeben. Nee, lieber nicht.

Ich ging in das Hotel nebenan, aber die konnten auch kein Taxi rufen. Als ich auf der Straße stand, war dann dort eines. Offensichtlich hatte es mit der App auch ohne Kreditkarte geklappt.

Ehrlich – was ist denn das für ein Land?

Egal, selten haben wir uns über den Anblick unseres Hotels so gefreut!

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Nun, was erzählt man über das ruhigste Land der Welt? Architektonisch ist es irgendwie in den 70er Jahren hängengeblieben.

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Da es ein muslimisches Land ist, gibt es wenigstens ein paar wunderschöne Moscheen.

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Als Sehenswürdigkeit gibt es noch ein Wasserdorf, Kampong Ayer. Dieses Dorf steht auf Stelzen, die Menschen leben dort in recht einfachen Häusern. Diese Lebensweise ist für viele Menschen in Brunei Teil ihrer Traditionen und Identität. Um die Lebensqualität der Menschen dort zu verbessern, ließ der Sultan zwischen 2013 und 2014 viele der windschiefen Hütten durch moderne Gebäude ersetzen und stellte diese zur Verfügung.

Diese Wasserdörfer sind durch Wassertaxis miteinander verbunden und es ist wirklich pfiffig, wie pfeilschnell kleine Bootchen die Menschen befördern.

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Hier kann man im Hintergrund übrigens den Palast des Sultans bewundern.

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Ihr möchtet den Herrn Sultan einmal sehen?

Hier ist er:

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