Temburong

Wir hatten noch einen Tag in Brunei. Marc war erkältet und seine Nase lief. So richtig war mit dem armen Kerl nichts anzufangen.

So gingen wir zu den Fähren und guckten nach Fahrkarten nach Temburong.

Brunei ist ein geteiltes Land, auf dem Landweg muss man erst wieder durch ein Stück Malaysia fahren. Das war aber für den Mietwagen verboten.

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Dafür gibt es billige Boote, die einen über Flüsse und das Meer nach Bangar, dem größten Ort im Distrikt Temburong bringen. So stiegen wir in das Schnellboot, mit dem wir pfeilschnell den Sungai Brunei hinauf düsten.

Kaum verlässt man die Stadt, so ist man im Dschungel. Mangroven wachsen dicht ans Wasser heran, es gibt keine Straßen oder Anlegestellen, würde das Boot kentern, man käme nicht einmal an Land, so dicht ist die Vegetation.

Hier leben Krokodile, Affen und Schlangen in Sichtweite zum Palast völlig ungestört. In den Wipfeln der Bäume kreischen Vögel und Affen unsichtbar, weithin hörbar, ansonsten ist kein Geräusch zu vernehmen. Menschen sind hier nur Gäste.

Das Wasser ist lehmbraun, die Motoren des Schnellbootes tragen uns unablässig weiter, links und rechts gabeln sich Flussläufe, ebenso überwachsen.

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Man sitzt in einem geschlossenen Boot und kann nur aus kleinen Fenstern nach draussen sehen. Das plump ausstehende Schifflein ist erstaunlich schnell und unglaublich wendig. Die schneidigen Manöver des Kapitäns sind manchmal abenteuerlich, das Boot legt sich in Kurven in Schräglage, bei Gegenverkehr muss abgebremst werden, weil die Wellen das Boot richtig springen lassen. Eine tolle Fahrt!

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Bangar selbst ist ein kleiner Ort. Ein paar Häuser links und rechts vom Fluss, eine Moschee, ein paar kleine Geschäfte, mehr ist hier nicht. Es gibt ein paar Anbieter für Dschungeltouren, der beginnt ja schon in nur 100 m.IMG_0911

Links vom Fluss

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Rechts vom Fluss

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Und die Moschee.

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Wir waren essen und guckten uns nur an. Gut, wir gingen gleich wieder zur Anlegestelle, wir nahmen das nächste Boot zurück.

Marc ging es mittlerweile gar nicht mehr so gut, er hatte auch ein bisschen Fieber. Erkältungen machen einen in der Hitze über Gebühr fertig.

Wir hätten noch eine Bootstour machen können, um uns wieder Nasenaffen anzugucken. An der Fährstelle von Bandar Seri Begawan werden einem diese Ausflüge ständig angeboten, aber Marc war einfach zu erkältet. Wir hatten sie auch schon gesehen. Aber schön zu wissen, dass die ulkigen Gesellen hier in freier Wildbahn am Stadtrand wohnen.

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